Analyse von Armis Früherkennung als Schlüsselfaktor im Finanzsektor

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Armis fordert im Finanzsektor konsequente Früherkennung, um Cyber­an­griffe vor ihrer Entfaltung zu stoppen. Nur so könnten sich schnelle, kas­kadierende Bedrohungen und professionelle Angreifer wirksam abwehren.

Immer schneller und professioneller agierende Angreifer gefährden die Finanzbranche. Armis sieht die Früherkennung von Attacken als effektivste Lösung.(Bild: ©  Artem - stock.adobe.com)
Immer schneller und professioneller agierende Angreifer gefährden die Finanzbranche. Armis sieht die Früherkennung von Attacken als effektivste Lösung.
(Bild: © Artem - stock.adobe.com)

Der Ausdruck „Left of Boom“ ist militärischen Ursprungs und beschreibt Maßnahmen, die vor einem kritischen Ereignis, wie einer Bombenexplosion, ergriffen werden, um dieses zu ver­hindern. Mit den zunehmend hybrider Kriegsführung umfasst der Ausdruck auch Cyber­an­griffe, die es durch entsprechende Vorkehrungen zu verhindern gilt. Dies gilt den Sicher­heits­for­schern von Armis zufolge besonders für die Finanzbranche, die heute enger vernetzt ist als je zuvor und ihre Angriffsfläche erhöht.

Cyberbedrohungen für die Finanzbranche

Zentrale Erkenntnis des Reports „Catch Attackers Before They Strike – Early Warning Insights for the Financial Services Industry“ ist, dass die konsequente Früherkennung und -reaktion im Sinne eines Left-of-Boom-Ansatzes für den Finanzsektor entscheidend ist. Da klassische, reak­tive Sicherheitskonzepte nicht mehr in der Lage seien, hochentwickelte digitale Angreifer auf­zuhalten, müsse das Zeitfenster zwischen identifizierter Schwachstelle und tatsächlicher Ausnutzung nachhaltig verkürzt werden.

Den Analysten zufolge prägen folgende drei Entwicklungen die aktuelle Bedrohungslage für die Finanzbranche:

  • Geschwindigkeit: Angriffe erfolgen schneller, als manuelle oder isolierte Abwehrmaßnahmen reagieren können.
  • Interdependenz: Einzelne Schwachstellen können sich kaskadenartig auf die gesamte Finanzarchitektur auswirken.
  • Professionalisierung der Angreifer: Moderne Bedrohungsakteure umgehen gezielt traditionelle Schutzmechanismen.

Dazu würden die Instrumentalisierung von generativer KI, anfällige Lieferketten sowie Edge-Devices als zunehmende Einfallstore kommen. Die durchschnittlichen Schäden der Branche durch Deepfake-basierten CEO-Betrug würden sich auf 600.000 US-Dollar pro Vorfall belaufen. Gleichzeitig würden 63 Prozent der Exploits im Finanzsektor auf Hard- oder Softwarehersteller zurückgehen. Über die gezielte Kompromittierung von kleineren, weniger abgesicherten Zu­lieferern seien die Akteure in der Lage, die Schutzmechanismen großer Institute zu umgehen und sich lateral Zugang zu verschaffen. Zudem seien Firewalls und VPN-Lösungen in den Jahren 2024 und 2025 in 40 Prozent der von Armis untersuchten Fälle die primären Einstiegspunkte gewesen.

„Early Warning“ als neuer Standard

Reaktives Handeln reicht den Forschern zufolge nicht mehr aus. Denn 28 Prozent der Schwach­stellen würden bereits am Tag ihrer Aufnahme in den CISA-KEV-Katalog aktiv aus­ge­nutzt. Des­halb würden Frühwarnmechanismen an Bedeutung gewinnen, die Sicherheitslücken be­reits vor ihrer offiziellen Listung identifizieren und kontinuierlich beobachten. Entsprechende Lö­sun­gen können tausende noch nicht katalogisierte Anfälligkeiten erfassen und Unternehmen so einen wichtigen zeitlichen Vorsprung verschaffen, um Risiken zu bewerten und Gegen­maß­nah­men einzuleiten.

(ID:50801511)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung