IT-Awards 2025 Die beliebtesten Anbieter von Endpoint-Protection-Plattformen 2025

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Von Ransomware bis Deepfake-Phishing: Die Bedrohungslage für Unternehmen verschärft sich und jedes Endgerät vergrößert die Angriffsfläche. Endpoint-Protection-Plattformen werden deshalb zum strategischen Sicherheitsanker und zum zentralen Faktor für Cyberresilienz.

Endpoint-Protection-Plattformen entwickeln sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Cyberresilienz moderner Organisationen.(Bild:  © Dusty – stock.adobe.com / KI-generiert)
Endpoint-Protection-Plattformen entwickeln sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Cyberresilienz moderner Organisationen.
(Bild: © Dusty – stock.adobe.com / KI-generiert)

Die Digitalisierung und Vernetzung schreitet voran. IT-Abteilungen stehen vor der Herausforderung, Endgeräte zuverlässig abzusichern und dabei auch komplexere Infrastrukturen wie Cloud-Umgebungen, IoT-Installationen und OT-Systeme (Operational Technology) einzubeziehen. Endpoint Protection Platforms (EPPs) entwickeln sich dabei zu einem zentralen Baustein moderner Sicherheitsstrategien.

Die Leser von Security-Insider haben abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter der Security-Insider Awards 2025 aus dem Bereich Endpoint-Protection-Plattformen (EPP):

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Schutz für eine veränderte Bedrohungslage

Die Bandbreite an Endgeräten reicht längst über klassische PCs und Notebooks hinaus. Smartphones, Tablets, IoT-Geräte und industrielle Steuerungen sind ebenso in die Unternehmens-IT eingebunden und stellen mögliche Einfallstore dar. Angriffe auf solche Endpunkte erfolgen weiterhin über hochentwickelte Ransomware-Kampagnen und Supply-Chain-Szenarien. Auch KI-gestützte Phishing-Versuche und Deepfake-Angriffe sind auf dem Vormarsch. Ohne abgestimmte Schutzmaßnahmen riskieren Unternehmen erhebliche Schäden – vom Datenverlust bis hin zum Produktionsstillstand.

Bei EPPs handelt es sich um Software-basierte Sicherheitslösungen mit zentraler Verwaltung. Sie werden entweder On-Premises oder in der Cloud betrieben und vereinen Funktionen wie Echtzeitüberwachung, signatur- und verhaltensbasierte Erkennung, Verschlüsselung, Sandboxing, Data-Loss-Prevention sowie Intrusion Detection und Prevention. Moderne Plattformen gehen jedoch darüber hinaus und binden erweiterte Komponenten für Endpoint Detection and Response (EDR) sowie zunehmend auch für Extended Detection and Response (XDR) ein. Die enge Integration in Zero-Trust-Architekturen, Unified Endpoint Management (UEM) und Security-Orchestration-Lösungen ist dabei ein entscheidender Fortschritt. Managed Detection and Response (MDR) ergänzt das Bild, da viele Unternehmen den Betrieb an externe Spezialisten auslagern.

KI, Regulierung und neue Standards

Die Rolle von KI hat sich im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verändert: Stand 2024 der Einsatz von Machine Learning vor allem in der Anomalie-Erkennung im Fokus, beginnen Anbieter nun bereits damit generative KI-Funktionen für automatisiertes Threat Hunting, beschleunigte Incident Response und die dynamische Analyse bisher unbekannter Angriffsmethoden zu integrieren. Gleichzeitig nutzen Angreifer KI für Deepfake-Phishing oder zur automatisierten Entwicklung von Schadcode. EPPs müssen daher nicht nur Erkennung, sondern auch proaktive Abwehrstrategien bereitstellen.

Parallel dazu bestimmen regulatorische Vorgaben den Einsatz von Endpoint-Schutzlösungen. Mit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie und dem Inkrafttreten der DORA-Verordnung für den Finanzsektor sind betroffene Unternehmen in der EU verpflichtet, ihre Cyberresilienz nachweislich zu stärken. EPPs unterstützen hierbei durch Audit-Funktionen, Compliance-Berichte und automatisierte Nachweise, die Prüfern und Aufsichtsbehörden vorgelegt werden können.

Marktentwicklung und Ausblick

Der Markt für Endpoint-Protection-Plattformen wächst dynamisch. Marktforschungsunternehmen prognostizieren unterschiedliche Volumina je nach Marktabgrenzung – während einige Analysten von rund 17 Mrd. US-Dollar ausgehen, sehen andere den erweiterten Markt inklusive EDR und XDR bei deutlich höheren Werten. Haupttreiber sind die anhaltende Remote- und Hybridarbeit, die Verlagerung von Geschäftsprozessen in die Cloud sowie die zunehmende Professionalisierung cyberkrimineller Gruppen. Insbesondere die Kombination aus EPP, EDR und XDR wird in den nächsten Jahren das Standardmodell für den Endpunktschutz darstellen.

Unternehmen, die ihre Endgeräte unzureichend schützen, setzen sich heute einem ungleich höheren Risiko aus als noch vor wenigen Jahren. EPPs bilden einen wichtigen Baustein einer widerstandsfähigen Sicherheitsarchitektur, sind jedoch nicht allein ausreichend. Sie müssen Teil eines umfassenden Sicherheits-Stacks sein, der Identity and Access Management, Netzwerksicherheit, Backup-Strategien und Governance-Prozesse einschließt. In Verbindung mit KI, Zero Trust und cloudnativen Sicherheitsansätzen entwickeln sich die Plattformen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Cyberresilienz moderner Organisationen.

Die gesammelten Eindrücke der Preisverleihung der IT-Awards 2025 im Rahmen des Galaabends und alle Gewinner aller Insider-Portale finden Sie in unserer großen Award-Galerie und im Video.

IT-Awards 2025 – die große Bildergalerie
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