Bye bye Passwort-Authentifizierung und -Authentisierung

Biometrie, Token, Smartcards und digitale Zertifikate im Überblick

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Biometrische Verfahren

Biometrische Verfahren basieren darauf, dass sich Personen anhand ihrer physischen Eigenschaften oder auch bestimmter Verhaltensweisen eindeutig und zweifelsfrei identifizieren lassen. Dazu gehören nicht fälschbare Charakteristika wie die Fingerabdrücke, die Retina (Netzhaut des Auges), die Geometrie der Handvenen, die Gesichtsform oder die Stimme, aber auch „Verhaltensweisen“ wie die Handbewegung und der Druck, den man beim Unterschreiben ausübt.

Inzwischen gibt es eine Reihe von Fingerprint-Lesern, entweder als Standalone-Geräte oder eingebaut zum Beispiel in die Tastatur, die Maus oder gar einen Organizer. Hinzu kommt, dass Hersteller zunehmend TPM-Chips (Trusted Platform Module) auf der Systemplatine von PCs, Notebooks oder Tablet-PCs für den Firmeneinsatz einbauen, zum Beispiel Dell, Fujitsu-Siemens, Hewlett-Packard, Intel, Lenovo und Toshiba.

Ein TPM-Chip ist ein Mikrocontroller, auf dem sich Schlüssel zur Chiffrierung, Kennwörter und digitale Zertifikate speichern lassen; der Zugriff erfolgt – ähnlich wie bei VPNs – über geschützte Verbindungen. In Verbindung mit eingebauten biometrischen Lesegeräten sorgen TPM-Module für sichere Authentisierung und Speicherung von Anmelde- und weiteren sensiblen Daten.

Vorteile

Durch die zunehmende Verbreitung fallen die Herstellungskosten. Gleichzeitig steigt die Treffsicherheit der Lesegeräte (insbesondere bei Fingerprint-Lesern), sodass diese nicht mehr wie in der Vergangenheit mit wenig Aufwand „ausgetrickst“ werden können.

Nachteile

Die Kosten liegen trotz höherer Produktionszahlen immer noch über denen der übrigen Methoden. Außerdem ist der Aufwand zur Einbindung von biometrischen Verfahren in die Unternehmens-IT noch vergleichsweise hoch, da es zum einen wenig Erfahrung mit einem groß angelegten Rollout und nur wenige Anbieter gibt.

Anwendungsgebiete

Aufgrund der höheren Kosten kommen biometrische Systeme in Kombination mit TPM-Lösungen derzeit vor allem bei unternehmenskritischen Arbeitsplätzen zum Einsatz (Unternehmensleitung, mit Fusionen betraute Mitarbeiter, Forschungsabteilung, Marketing etc.).

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