Bye bye Passwort-Authentifizierung und -Authentisierung

Biometrie, Token, Smartcards und digitale Zertifikate im Überblick

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Digitale Zertifikate

Zertifikate werden häufig in Verbindung mit USB-Token oder Smartcards eingesetzt, können aber auch als reine Softwarelösung implementiert werden. Ein Zertifikat wird einem Nutzer, einem Token oder einer bestimmten Maschine zugewiesen und wird während der Authentisierung ausgelesen.

Vorteile

Dank besserer Verschlüsselungsverfahren, zuverlässigerer Speichermöglichkeiten und ausgereifter Software sind digitale Zertifikate heute erheblich einfacher zu handhaben als noch vor wenigen Jahren. Zusätzlich lassen sich digitale Zertifikate nicht nur zur Authentisierung, sondern auch zur Verschlüsselung von Mails und zum Signieren (also Beglaubigen) von Dokumenten einsetzen. Microsoft Outlook und andere Mail-Clients mit S/MIME-Unterstützung sind bereits darauf vorbereitet, sodass keine spezielle Verschlüsselungssoftware wie PGP notwendig ist.

Nachteile

Zum unternehmensweiten Einsatz ist eine aufwändige Infrastruktur notwendig: Eine Stelle, die die Zertifikate ausstellt (entweder im Unternehmen oder ein externer Dienstleister), verteilt und Mitarbeitern, die ausscheiden, wieder entzieht; Server und Software, die die Gültigkeit der Zertifikate prüfen; Anbindung an die übrigen Systeme etc.

Anwendungsgebiete

Zertifikate lassen sich nicht nur zur Authentisierung, sondern auch zur sicheren Übertragung und zur Beglaubigung von Dokumenten nutzen. Sie sind überall dort sinnvoll, wo sensible Dokumente per Mail verschickt werden und wo der Empfänger absolut sicher sein muss, dass die Daten wirklich vom angegebenen Absender stammen und auf dem Weg nicht manipuliert wurden.

In Frage kommen digitale Zertifikate in Kombination mit Token, Smartcards und TCM-Chips zum Beispiel für die Geschäftsleitung, die Buchhaltung, die Rechtsabteilung, die Forschungs- und die Marketingabteilung, aber auch für Behörden und im Gesundheitswesen.

Was Authentifizierung kostet

Das kosten starke Authentisierungsprodukte pro Nutzer und Jahr:

  • Smartcards/PINs/biometrische Systeme: 15 bis 30 Euro
  • Hardware- und Software-Token, die Einmalkennwörter generieren: 2 bis 20 Euro
  • Systeme, die Kennwörter oder andere Infos abfragen, die nur autorisierten Nutzern bekannt sind: 1 bis 2 Euro

Quelle: Schätzungen von RSA Security, August 2006.

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