Für Enterprise-Kunden Anthropic startet Beta-Phase für Claude Security

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Claude Security steht in der Beta-Version ab sofort für Enterprise-Kunden von Anthropic zur Verfügung. Das auf Opus 4.7 basierende Tool soll Code wie ein Researcher analysieren, Funde validieren und Lösungen empf­ehlen.

Mithilfe von Feedback durch Hunderte von Organisationen wurde Claude Security nun als Beta freigegeben.(Bild:  ImageFlow - stock.adobe.com)
Mithilfe von Feedback durch Hunderte von Organisationen wurde Claude Security nun als Beta freigegeben.
(Bild: ImageFlow - stock.adobe.com)

Anthropic hat offiziell bekanntgegeben, die Beta-Phase für Claude Security zu starten. Bei der Lösung handelt es sich um ein spezialisiertes Verteidigungsprodukt für Sicherheitsteams, das auf dem KI-Modell Claude Opus 4.7 von Anthropic basiert. Dieses jüngste Modell des US-Unter­nehmens wurde rund zwei Wochen vor Claude Security vorgestellt. Ursprünglich wurde Claude Security im Rahmen einer Forschungs-Preview veröffentlicht und seitdem dem Her­stel­ler zufolge bereits von Hunderten von Organisationen genutzt, um Schwachstellen in ihrem Produktionscode zu finden und zu beheben. Nachdem diese Organisationen Feedback ein­ge­bracht hätten, startet nun die Nutzung für Enterprise-Kunden.

So funktioniert Claude Security

Anthropic zufolge haben Partner wie Crowdstrike, Palo Alto Networks, Sentinelone, Trend.ai und Wiz Opus 4.7 bereits in ihre Security-Plattformen integriert. Zudem würden Servicepartner wie Accenture, BCG, Deloitte, Infosys und PwC auf Claude einsetzen, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Sicherheitslage zu stärken.

Um Claude Security, basierend auf Opus 4.7 zu nutzen, müssen Unternehmen ein komplettes Repository oder ein bestimmtes Verzeichnis scannen. Anstatt lediglich nach bekannten Mus­tern zu suchen, analysiere Claude den Code auf die gleiche Weise wie ein Sicher­heits­for­scher. Es verfolge Datenflüsse, lese den Quellcode und ermittle, wie Komponenten über verschiedene Dateien und Module hinweg miteinander interagieren.

Eine mehrstufige Validierungspipeline überprüfe dabei jedes einzelne Ergebnis unabhängig, bevor es einem Analysten vorgelegt werde, anhand von Zuverlässigkeit, Schweregrad, wahr­scheinliche Auswirkungen, Schritte zur Reproduktion und empfohlener Lösung. Benutzer könnten daraufhin eine „Claude Code“-Sitzung starten, um den Patch direkt im entsprechenden Code-Kontext zu erarbeiten, anstatt Abstimmungsschleifen zwischen Sicherheits- und Ent­wicklungsteam durchzuführen.

Außerdem seien geplante Scans für eine kontinuierliche Überwachung, die Möglichkeit, Be­funde unter Angabe dokumentierter Gründe zu verwerfen sowie CSV- und Markdown-Exporte zur Integration von Befunden in bestehende Tracking- und Auditsysteme hinzugefügt worden. Neben dem Zugang zu Claude Security in der öffentlichen Beta-Phase werde für Enterprise-Kunden auch bald der Zugang zu Claude Team und Claude Max folgen.

KI-Technologie in den richtigen Händen

Für den Launch habe Opus 4.7 neue Cyber-Schutzmechanismen erhalten, die Anfragen, welche auf verbotene oder risikoreiche Cybersecurity-Nutzungen hindeuten, automatisch erkennen und blockieren würden. Diese Schutzmechanismen sind Anthropic nach Teil der Bemühungen, KI-Fä­hig­kei­ten für Sicherheitsverteidiger zugänglich zu machen und gleichzeitig sicher­zu­stellen, dass sie nicht in die falschen Hände geraten.

Zum einen hat der Hersteller das Projekt „Glasswing“ vor­gestellt, welches ausgewählten US-Unternehmen exklusiven Zugriff auf Claude Mythos er­mög­licht, um Sicherheitslücken zu identifizieren und zu schließen. Eine ähnliche Initiative ist das „Cyber Verification Program“, das verifizierten Sicherheits­teams den legitimen Einsatz von Claude für sogenannte „Dual-Use“-Cy­ber­aufgaben ermögliche. Dies sind solche Cyberoperationen, die sowohl legitime, defensive Sicherheitszwecke als auch potenziell schäd­li­che, offensive Verwendungen haben, wie zum Beispiel autorisierte Schwachstellenaus­nutzung zur Reproduktion und Patch‑Vali­dier­ung, Penetrationstests, Fuzzing oder die Entwicklung von Red‑Teaming‑Tools. Diese Aktionen würden standardmäßig geblockt, im Rahmen des Anthro­pic-Programms für verifizierte Verteidiger jedoch fallweise freigeschaltet.

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