Schwachstelle im Anwendungsserver Oracle WebLogic ermöglicht Datenzugriff ohne Anmeldung

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Eine kritische Sicherheitslücke in Oracle WebLogic Server ermöglicht Angreifern, über HTTP ohne Anmeldung Daten zu lesen, zu verändern oder zu löschen. Sie betrifft vier unterstützte Versionen von Oracle WebLogic Server, Updates stehen bereit.

Über HTTP können Angreifer eine Sicherheitslücke im Java-Anwendungsserver WebLogic von Oracle ausnutzen und ohne Zugangsdaten auf die vom Server erreichbaren Daten zugreifen und sie manipulieren.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Über HTTP können Angreifer eine Sicherheitslücke im Java-Anwendungsserver WebLogic von Oracle ausnutzen und ohne Zugangsdaten auf die vom Server erreichbaren Daten zugreifen und sie manipulieren.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Aufgrund einer Sicherheitslücke in Oracle WebLogic Server können Angreifer ohne Anmeldung auf Daten zugreifen und diese manipulieren. WebLogic ist ein Anwendungsserver für Java-Unternehmensanwendungen und gehört zu Oracle Fusion Middleware. Von EUVD-2026-106343 / CVE-2026-87302 (CVSS-Score 9.1, EPSS-Score* 0.42) sind die unterstützten Versionen 12.2.1.4.0, 14.1.1.0.0, 14.1.2.0.0 und 15.1.1.0.0 betroffen, Voraussetzung ist Netzwerkzugriff über HTTP.

Kritische Daten lassen sich lesen und verändern

Der Softwarefehler steckt in der Komponente „Core“. Laut Enisa können erfolgreiche Angriffe unberechtigten Zugriff auf kritische oder sämtliche für WebLogic zugänglichen Daten ermöglichen. Außerdem können Angreifer solche Daten anlegen, löschen oder verändern. Eigene Zugangsdaten und eine Benutzerinteraktion sind laut Bewertungsvektor nicht erforderlich und die Angriffskomplexität wird als niedrig eingestuft.

Unternehmen sollten prüfen, ob sie eine der genannten WebLogic-Versionen betreiben, und die im Critical PatchUpdate von Oracle vorgesehenen Sicherheitsupdates für ihre Installation einspielen. Ergänzend sollten Administratoren den HTTP-Zugriff auf den WebLogic-Server auf die für den Betrieb erforderlichen Quellsysteme und Netzbereiche beschränken.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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