Cyber-Physische Systeme unter Druck OT-Risiken steigen durch Lieferketten, Fernzugriff und neue Regulierung

Quelle: Pressemitteilung Claroty 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ein Claroty-Report belegt: Politische Instabilität, wirtschaftliche Unsicher­heiten und der Umbau globaler Lieferketten erhöhen das Risiko für cyber-physische Systeme deutlich.

Claroty sieht steigende Risiken für cyber-physische Systeme: Lieferketten, Fernzugriff und regulatorische Veränderungen zählen laut Report 2025 zu den zentralen Belastungsfaktoren.(Bild: ©  Arsenii - stock.adobe.com)
Claroty sieht steigende Risiken für cyber-physische Systeme: Lieferketten, Fernzugriff und regulatorische Veränderungen zählen laut Report 2025 zu den zentralen Belastungsfaktoren.
(Bild: © Arsenii - stock.adobe.com)

Der OT-Security-Spezialist Claroty stellt in seinem aktuellen Report „The Global State of CPS Security 2025“ fest, dass die weltweiten Risiken für cyber-physische Systeme steigen. Befragt wurden 1.100 Fachleute aus der Informationssicherheit, OT-Engineering, dem Gesund­heits­wesen, der Biotechnologie sowie dem Gebäude- und Anlagenmanagement.

Laut Erhebung sehen 49 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen wachsende Bedrohungen für Prozesse und CPS-Umgebungen (Cyber-Physische Systeme). Diese Entwicklung werde laut Re­port angetrieben durch Verschiebungen in der globalen Wirtschaftspolitik, die Lieferketten verändern und damit wirtschaftliche Abhängigkeiten neu strukturieren.

Parallel beobachtet Claroty eine deutliche Unsicherheit bei der Risikobewertung: 45 Prozent der Teilnehmenden können den Sicherheitsstatus ihrer Anlagen nicht zuverlässig einschätzen oder Risiken effektiv reduzieren. Zwei Drittel der Befragten prüfen deshalb aktuell die regionale Aus­richtung ihrer Lieferketten, um externe Abhängigkeiten zu minimieren.

Sicherheitsvorfälle bedingt durch Drittanbieterzugriffe

Die Neuordnung von Lieferantenbeziehungen führt laut Studie zu zusätzlichen Angriffs­punk­ten. Neue Zugriffswege und Werkzeuge für Dienstleister erhöhen die Komplexität in bereits sensiblen CPS-Umgebungen. In den vergangenen zwölf Monaten waren 46 Prozent der Orga­nisationen von einem Sicherheitsvorfall betroffen, der über den Zugriff eines Dritt­an­bieters ausgelöst wurde. Entsprechend überdenken 73 Prozent den Umgang mit Fernzugriffen auf Prozesse, Steuerungssysteme und Betriebsdaten.

Auch im regulatorischen Umfeld zeichnet der Report ein heterogenes Bild. Während etablierte Rahmenwerke wie das NIST Cybersecurity Framework oder ENISA- Strukturen grundsätzlich umgesetzt werden, herrscht bei den befragten Unternehmen Unsicherheit über den weiteren Kurs. Fast 70 Prozent sehen ihre Programme als regelkonform an, drei Viertel der Befragten rechnen allerdings damit, dass neue Vorschriften auf staatlicher, internationaler oder bran­chen­spezifischer Ebene Anpassungen erzwingen könnten – und zwar mit potenziell spürbaren Auswirkungen auf betriebliche Abläufe.

Was können Unternehmen jetzt unternehmen, um sich zu schützen?

Da Angriffe auf kritische Infrastrukturen in Phasen politischer Instabilität besonders attraktiv sind und Störungen unmittelbare Auswirkungen auf Wirtschaft und öffentliche Sicherheit haben können, betont Claroty in diesem Kontext die Bedeutung eines Impact-orientierten Ansatzes. Dieser solle Exposure-Management und regulatorische Anforderungen stärker miteinander verknüpfen.

Die befragten Unternehmen, die diesen Ansatz bereits verfolgen, priorisieren dabei regel­mä­ßige Sicherheitsaudits (49 Prozent) und optimierte Prozesse zur Genehmigung von Änderungen (45 Prozent), um Schwachstellen entlang der Lieferkette früher zu erkennen. Der Claroty-Report „The Global State of CPS Security 2025“ ist online aufrufbar.

(ID:50613986)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung