130 Firmen attackiert Fahndung nach Cyberkriminellen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Zwei Verdächtige sollen entscheidend an Cyberangriffe auf 130 Un­ter­neh­men in Deutschland beteiligt gewesen sein. Ermittler haben sie nun iden­ti­fiziert. Es geht um Schäden in Millionenhöhe.

130 Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland wurden zwischen 2019 und 2021 von den Gesuchten lahmgelegt, darunter Krankenhäuser, Kliniken und die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart.(Bild:  Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
130 Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland wurden zwischen 2019 und 2021 von den Gesuchten lahmgelegt, darunter Krankenhäuser, Kliniken und die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart.
(Bild: Dall-E / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Nach jahrelangen Cybercrime-Angriffen auf mehr als Hundert Unternehmen und Ein­rich­tun­gen in Deutschland haben Ermittler zwei zentrale Verdächtige identifiziert. Der eine sei der mutmaßliche Kopf von zwei Hackergruppen, der andere der mutmaßliche Programmierer der von diesen Gruppen genutzten Schadsoftware. Dies teilten das bei der General­staats­an­walt­schaft Karlsruhe eingerichtete Cybercrime-Zentrum und das Landeskriminalamt Baden-Würt­tem­berg mit.

Es sei eine weltweite Fahndung nach den beiden Gesuchten eingeleitet worden. Laut den Haft­befehlen sollen die beiden Männer zwischen 2019 und 2021 an Angriffen der Gruppen auf insgesamt 130 Unternehmen und Einrichtungen in Deutschland beteiligt gewesen sein. In 25 Fällen sei das geforderte Lösegeld bezahlt worden. Der Gesamtlösegeldschaden belaufe sich auf rund 1,8 Millionen Euro.

Wirtschaftlicher Schaden in Höhe von rund 35 Millionen Euro

Diese Attacken führten in Deutschland laut der Mitteilung zu wirtschaftlichen Schäden in Höhe von rund 35 Millionen Euro. Alleine einem Unternehmen aus Baden-Württemberg sei ein Scha­den in Höhe von rund neun Millionen Euro entstanden.

Bei Ransomware-Angriffen verschlüsseln Cyberkriminelle laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Daten auf Servern und Computern ihrer Opfer mit hoch­kom­plex­er Schadsoftware. Eine Entschlüsselung wird nur gegen Zahlung eines Lösegelds in Aus­sicht gestellt, meist in schwer nachverfolgbarem Bitcoin. Häufig drohen die Täter zusätzlich mit der Veröffentlichung sensibler gestohlener Daten auf sogenannten Leak-Sites im Darknet, um Druck zu erhöhen.

Bereits im Januar war ein wichtiges Mitglied einer der beiden Hackergruppen, der berüchtigten „GandCrab“, wegen Computersabotage und Erpressung mit einer manipulierten Software zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Als mutmaßliches Gruppenmitglied soll er die Netzwerke von 22 deutschen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen lahm­ge­legt haben, darunter Krankenhäuser, Kliniken und die Württembergischen Staatstheater in Stuttgart.

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