Cybersecurity Awareness Month 2025 Lagebild zeigt, dass sich Cyberangriffe auf Mittelstand vervierfacht

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Im europäischen Monat der Cybersicherheit warnt die Transferstelle Cyber­sicherheit im Mittelstand: Zwischen 2021 und 2024 haben sich Cyberangriffe auf deutsche Unternehmen vervierfacht. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Betriebe.

Im europäischen Monat der Cybersicherheit rückt die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand das Thema digitale Sicherheit in den Fokus.(Bild: ©  Chanelle M/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Im europäischen Monat der Cybersicherheit rückt die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand das Thema digitale Sicherheit in den Fokus.
(Bild: © Chanelle M/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Zum Start des europäischen Monats der Cybersicherheit veröffentlicht die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand das „CYBERsicher Lagebild 2025“. Der Bericht, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zeichnet ein klares Bild der aktuellen Bedrohungslage. Laut Analyse haben sich Hackerangriffe auf deutsche Unternehmen, über die auf Leakseiten informiert wurden, seit 2021 mehr als vervierfacht. Deutschland liegt damit im europäischen Vergleich vorn und somit vor Italien, Frankreich und Spanien.

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Wer besonders im Fokus steht

Rund 80 Prozent der 950 erfassten Ransomware-Angriffe in Deutschland trafen laut polizei­licher Kriminalstatistik kleine und mittlere Unternehmen. In über 250 Fällen konnte ein Datenabfluss nachgewiesen werden. Besonders häufig betroffen sind Betriebe in Berlin und Bremen, während Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und das Saarland seltener ins Visier geraten.

Wie Angreifer vorgehen

Phishing bleibt die häufigste Angriffsform. 17 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundes­bür­ger erkennen laut Lagebild Phishing-Mails nicht als solche. Besonders gefährdet sind Führ­ungs­kräfte: Geschäftsführende müssen durchschnittlich 57 gezielte Attacken pro Jahr abwehren, IT-Verantwortliche rund 40. In vielen Fällen folgt auf die Täuschung per E-Mail ein Ransomware-Angriff, oft mit „Double Extortion“, also der gleichzeitigen Verschlüsselung und Veröffentlichung von Daten.

KI als Beschleuniger der Cyberkriminalität

Das Lagebild zeigt zudem, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Bedrohungslage verändert. Etwa 40 Prozent aller Phishing-Mails sind inzwischen KI-generiert, 60 Prozent der Empfänger erkennen diese nicht als betrügerisch. Deepfake-Angriffe, bei denen gefälschte audiovisuelle Inhalte zum Einsatz kommen, nahmen allein in Deutschland im ersten Quartal 2025 um 1.100 Prozent ge­gen­über dem Vorjahr zu.

„KI wird die Angriffe nicht nur vervielfachen, sondern professionalisieren“, betont Projektleiter Marc Dönges. „Entscheidend ist, Mitarbeitende regelmäßig zu sensibilisieren und über neue Betrugsmaschen zu informieren.“

Das CYBERsicher Lagebild zeigt auch positive Entwicklungen: Viele Unternehmen verfügen über solide Strategien zur Datensicherung. Nachholbedarf besteht jedoch bei Schutzbedarfsanalysen und Mitarbeiterschulungen. Im Notfall unterstützt die CYBERsicher Notfallhilfe, durch­schnitt­lich erfolgt die erste Rückmeldung durch einen IT-Dienstleister binnen acht Minuten.

Hintergrund: Monat der Cybersicherheit

Der Oktober gilt europaweit als Monat der Cybersicherheit (European Cybersecurity Month, ECSM). Unter dem Motto „Vier Wochen – vier Trendthemen“ bietet die Transferstelle Cyber­sicherheit im Mittelstand in diesem Zeitraum praxisnahe Online-Angebote, Workshops und Informationsmaterialien und das kostenfrei, anbieterneutral und speziell auf die Anfor­derungen kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

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