Top Data Breaches Januar 2025 Cyberkriminelle machen vor keiner Branche halt

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Industrie, Bildungswesen und der Gesundheitssektor: Im Januar gab es erneut eine Vielzahl von weltweiten Cyberangriffen, die einmal mehr verdeutlichen, dass keine Branche sicher ist. Strobes hat die größten Data Breaches aus dem Januar 2025 identifiziert.

Auch im ersten Monat des Jahres 2025 war es in der Cybersecurity-Welt nicht ruhig. Cyberkriminelle haben über den Jahreswechsel gezielt Unternehmen, Regierungsoragnisationen und kritische Sektoren angegriffen.(Bild:  Rax Qiu - stock.adobe.com)
Auch im ersten Monat des Jahres 2025 war es in der Cybersecurity-Welt nicht ruhig. Cyberkriminelle haben über den Jahreswechsel gezielt Unternehmen, Regierungsoragnisationen und kritische Sektoren angegriffen.
(Bild: Rax Qiu - stock.adobe.com)

Nach der Jahreszusammenfassung der größten Datenpannen, sammelte Strobes nun die Top-Data-Breaches des Januars 2025. Besonders große Cyberangriffe, von denen viele Menschen betroffen waren, ereigneten sich erneut in den USA. Allerdings nicht nur gegen Unternehmen, sondern auch gegen das Gesundheits- und Bildungswesen, wo die Auswirkungen nicht nur finanzieller Natur sind.

Datenpanne bei TalkTalk

Der Mobilfunkanbieter TalkTalk aus Großbritannien leitete eine Untersuchung ein, nachdem ein Hacker, bekannt als „b0nd“, drohte, Informationen von etwa 18,8 Millionen aktuellen und ehemaligen Kunden online zu verkaufen. Zu den gestohlenen Daten gehörten Kundennamen, E-Mails, zuletzt verwendete IP-Adressen sowie geschäftliche und private Telefonnummern. Bemerkenswert war Strobes zufolge, dass keine Rechnungs- oder Finanzdaten kompromittiert worden seien, da der Einbruch das System eines Drittanbieters betraf, bei dem es sich vermutlich um die Abonnementverwaltungsplattform von CSG Ascendon gehandelt habe. Sowohl TalkTalk als auch CSG Ascendon untersuchen den Vorfall aktiv.

Cyberangriff bei Gravy Analytics

Gravy Analytics, Tochter-Unternehmen des norwegischen Vermittlers von Standortdaten Unacast, erlitt einen schwerwiegenden Cybervorfall, durch den möglicherweise genaue Standortdaten von Millionen von Personen preisgegeben wurden. Die Anfang Januar bekannt gewordene Sicherheitsverletzung betraf den unbefugten Zugriff auf den AWS-Cloud-Speicher des Unternehmens, wobei eine kleine Datenmenge in einem russischen Forum durchsickerte, darunter sensible Standorte wie das Weiße Haus und Militärbasen. Gravy Analytics untersucht nach wie vor die Dauer und das Ausmaß der Sicherheitsverletzung, um festzustellen, ob persönliche Daten der Kunden gefährdet sind.

Datendiebstahl bei Powerschool

Ebenfalls im Januar waren zahlreiche Schulen in den USA und Kanada durch eine Datenpanne bei Powerschool gefährdet, Anbieter eines Information-Systems für die Verwaltung von Schülerdaten und Schulinformationen. Cyberkriminelle griffen auf die Support-Plattform von Powerschool zu, indem sie kompromittierte Anmeldeinformationen verwendeten. Zu den gestohlenen Daten gehören Namen, Adressen, Sozialversicherungsnummern, medizinische Informationen und Noten von Schülern und Mitarbeitern. Powerschool habe Maßnahmen ergriffen, um die Daten zu sichern, und erklärt, dass kein Risiko einer weiteren Datenweitergabe zu erwarten sei.

Cyberspionage durch Salt Typhoon

Bereits im Frühjahr 2024 verschafften sich chinesische Hacker Zugang zu Systemen amerikanischer Telekommunikationsanbieter. Im Dezember folgte dann ein Cyberangriff auf das US-Finanzministerium, die Abwehrmaßnahmen und die forensischen Untersuchungen dauerten bis in den Januar an. Verantwortlich gemacht für die Vorfälle wurde die Cyberbande Salt Typhoon, die mit dem chinesischen Ministerium für Staatssicherheit in Verbindung steht. Neben dem Datendiebstahl war Spionage ihr großes Ziel. Im Januar verhängte die US-Regierung Sanktionen gegen die Akteure.

190 Millionen Menschen Unitedhealth-Hack betroffen

Im Februar 2024 kam es zu einem Datenschutzverstößen, der zu einem der schwerwiegendsten in der Geschichte des US-Gesundheitswesen werden sollte. Denn im Januar 2025 machte Unitedhealth bekannt, dass 190 Millionen Menschen von dem Cyberangriff auf sein Tochterunternehmen Change Healthcare betroffen waren. Eine Ransomware-Gruppe namens „Blackcat“ verschaffte sich Zugang zu den Systemen des Unternehmens und stahl Daten wie Krankenversicherungen, medizinische Unterlagen und teilweise auch Finanzdetails. Der Vorfall führte zu erheblichen Störungen bei der Bearbeitung von Versicherungsansprüchen und der Rechnungstelung, was Unitedhealts einen finanziellen Verlust von rund 3,09 Milliarden Dollar bescherte. Nach wie vor arbeitet das Unternehmen an der Verbesserung seiner Cybersicherheit und kooperiert mit den US-Behörden, um die Aktuere zu fassen und künftige Vorfälle zu verhindern.

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