Account-Informationen von ChatGPT-Nutzern im Darknet verfügbar Cyberkriminelle verkaufen ChatGPT-Benutzerdaten

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Kaspersky hat im Darknet zahlreiche Benutzerinformationen von ChatGPT identifiziert. Die Security-Experten haben darüber hinaus eine alarmierende Zunahme von Cyberangriffen auf Nutzerkonten von Diensten wie ChatGPT, Grammarly und Canva festgestellt.

Kaspersky meldet viele gestohlene Benutzerinformationen bei ChatGPT.(Bild:  Monkey Business - stock.adobe.com)
Kaspersky meldet viele gestohlene Benutzerinformationen bei ChatGPT.
(Bild: Monkey Business - stock.adobe.com)

Laut Analysen, die Angriffe mit Informationsdiebstahlsoftware zwischen 2021 und 2023 umfassen, verzeichnete das Jahr 2023 einen Anstieg der entwendeten Nutzerdaten von OpenAI und ChatGPT um das 33-fache, was die Zahl der kompromittierten Konten auf beinahe 688.000 hievte. Insbesondere nach der Einführung der vierten Version von ChatGPT im März 2023 erreichte die Nachfrage nach diesen Konten einen Höhepunkt, stabilisierte sich jedoch später auf dem Niveau anderer KI-Dienste. Parallel dazu wurden im selben Zeitraum rund 1,2 Millionen Zugangsdaten von Canva-Nutzern und etwa 839.000 von Grammarly-Nutzern im Darknet und über Telegram-Kanäle verbreitet.

Malware stiehlt Nutzerdaten von ChatGPT-Anwendern

Die gefährdeten Anmeldedaten sind das Ergebnis von Aktivitäten mit Infostealern – einer Malware-Art, die durch Phishing-E-Mails, bösartige Websites oder infizierte öffentliche Inhalte in die Systeme gelangen kann. Yuliya Novikova, Leiterin von Kaspersky Digital Footprint Intelligence, betont die anhaltende Bedeutung von ChatGPT-Konten im Darknet und die Notwendigkeit für Unternehmen, sich mit wirksamen Sicherheitslösungen gegen solche Angriffe zu schützen:

Die kompromittierten Anmeldeinformationen stammen aus Infostealer-Aktivitäten, einer speziellen Malware-Art, die Nutzerzugänge für Cyberangriffe, Verkäufe im Darknet oder andere schädliche Aktivitäten stiehlt. Infostealer können Geräte von Unternehmen unter anderem über Phishing-E-Mails oder -Websites und öffentliche Webseiten mit schädlichen Inhalten infizieren“, erklärt Yuliya Novikova, Head of Kaspersky Digital Footprint Intelligence. „Wir erwarten, dass die Nachfrage nach ChatGPT-Konten weiterhin bestehen bleibt. Effiziente Sicherheitslösungen für Unternehmen, die vor Infostealer-Angriffen und anderer Malware schützen, werden immer wichtiger. Unsere Software überwacht beispielsweise kompromittierte Konten im Darknet und benachrichtigt Unternehmen, falls Nutzer ihrer Online-Dienste kompromittiert wurden.“

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