Cybersecurity Awareness Month 2024 Diese Bedrohungen machen Security-Experten zu schaffen

Aktualisiert am 16.10.2024 Von Melanie Staudacher 3 min Lesedauer

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Phishing, Ransomware und KI: Anlässlich des Cybersecurity Awareness Month haben wir CISOs und IT-Sicherheitsexperten befragt, welche Themen sie derzeit auf der Agenda haben.

Anlässlich des Cybersecurtiy Awareness Month erläutern Sicherheitsexperten, welche Bedrohungen sie aktuell umtreiben.(Bild:  Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)
Anlässlich des Cybersecurtiy Awareness Month erläutern Sicherheitsexperten, welche Bedrohungen sie aktuell umtreiben.
(Bild: Jadon Bester/peopleimages.com - stock.adobe.com)

Auch in diesem Jahr steht der Oktober im Zeichen der Security Awareness. Während des Cybersecurity Awareness Month rufen Unternehmen, Institutionen und Forschungs­einrichtungen dazu auf, sich mit dem Thema IT-Sicherheit auseinanderzusetzen. Aus diesem Anlass hat Check Point aktuelle Angriffstrends ausfindig gemacht.


Um ein vollständiges Bild der Bedrohungslandschaft zu zeichnen, haben wir IT-Sicherheits­experten gefragt, welche Gefahren sie derzeit besonders auf der Agenda haben und welche Trends sie für die Zukunft sehen.

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Phishing-Websites sind nur einen Tag aktiv

Phishing gehört zu den beliebtesten Angriffsmethoden. Die Untersuchung von Check Point ergab, dass Cyberangreifer Phishing-Seiten sehr schnell erstellen und wieder löschen, 90 Prozent der Seiten sind nur einen Tag lang aktiv.

Dabei zielen die Akteure oft auf nationale Feiertage oder große Produktveröffentlichungen als Köder ab, um ihre Erfolgschancen in einem kurzen Zeitfenster zu maximieren. Diese kurzlebige Strategie macht traditionelle Sicherheitsmaßnahmen weniger effektiv, da viele Erkennungs­systeme auf historischen Daten und etablierten Mustern basieren. Die kurze Lebensdauer dieser Websites bedeutet, dass sie oft Blocklistensystemen und anderen Verteidigungsmaßnahmen entgehen, bevor Organisationen überhaupt von ihrer Existenz erfahren. Sicherheitsfachleute müssen daher agil und proaktiv vorgehen, um diese flüchtigen Bedrohungen zu identifizieren und zu bekämpfen.

70 Prozent der bösartigen Dateien werden per E-Mail zugestellt

Trotz neuer Kommunikationsmethoden bleibt die E-Mail ein beständiger Vektor für Cyberangriffe. Ihre weitverbreitete Nutzung und das Vertrauen, das Nutzer in ihre Posteingänge setzen, machen E-Mails zu einem beliebten Angriffsziel für Cyberkriminelle. Die Anpassungs­fähigkeit von E-Mails ermöglicht es Angreifern, ihre Nachrichten individuell auf einzelne Ziele zuzuschneiden, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Empfänger mit den Anhängen interagieren. So setzen sie beispielsweise häufig auf Social-Engineering-Taktiken, um ein Gefühl der Dringlichkeit oder Vertrautheit zu erzeugen und Benutzer zu impulsiven Handlungen zu verleiten. Diese Vorgehensweise nutzt nicht nur das menschliche Verhalten aus, sondern auch die Tatsache, dass viele Organisationen E-Mails weiterhin als wichtiges Mittel zum Austausch von Dateien und Informationen verwenden.

1.620 Cyberangriffe pro Woche pro Unternehmen

Wie Check Point herausfand, verzeichnet jede Organisation pro Woche über 1.620 Cyberangriffe. Dies ist ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber 2023. Dieser Anstieg der Cyberangriffe verdeutliche die zunehmende Raffinesse von Cyberbedrohungen, da Angreifer fortschrittliche Methoden und Automatisierung einsetzen, um Schwachstellen auszunutzen. Mehrere Faktoren tragen dem Hersteller zufolge zu diesem signifikanten Anstieg bei, darunter die weit verbreitete Einführung von Remote-Arbeit und die zunehmende Nutzung von Partnern, was die potenzielle Angriffsfläche für Organisationen vergrößert.

Ransomware-Attacken für Anfänger

Auch Ransomware erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Im Jahr 2024 haben die Analysten von Check Point bisher Datensätze von über 3.500 erfolgreichen Ransomware-Angriffen auf Unternehmen im Netz gefunden. Nach wie vor nutzen Cyberkriminelle gestohlene Daten als Erpressungsmittel. Hinzu kommt der Trend von Ransomware-as-a-Service, der es weniger erfahrenen Akteuren einfach macht, Angriffe zu starten.

Die am häufigsten betroffenen Sektoren

Laut Check Point sind Bildungseinrichtungen, Regierungsbehörden und Gesundheitssektoren die am häufigsten angegriffenen Sektoren. Grund dafür ist die große Menge an sensiblen Daten und der Gesundheitssektor steht zudem aufgrund der Dringlichkeit medizinischer Versorgung unter enormen Druck.

Das beschäftigt Security-Experten

Um ein vollständiges Bild der Bedrohungslandschaft zu zeichnen, haben wir IT-Sicherheits­experten gefragt, welche Gefahren sie derzeit besonders auf der Agenda haben und welche Trends sie für die Zukunft sehen.

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