Kaspersky Security Bulletin Täglich 500.000 neue Bedrohungen, hauptsächlich für Windows-Nutzer

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2025 entdeckte Kaspersky täglich durchschnittlich 500.000 neue, schäd­liche Dateien. Besonders Windows-Nutzer sind betroffen. Spyware und Passwort-Diebstahl nehmen zu und sind eine wachsende Bedrohung.

In Europa werden vor allem Infostealer, Spyware und Backdoors eine zunehmende Bedrohung für Unternehmen.(Bild:  Neuropixel - stock.adobe.com)
In Europa werden vor allem Infostealer, Spyware und Backdoors eine zunehmende Bedrohung für Unternehmen.
(Bild: Neuropixel - stock.adobe.com)

500.000 neue schädliche Dateien haben die Lösungen der Herstellers Kaspersky im Jahr 2025 pro Tag im Schnitt entdeckt. Dies entspreche dem Security Bulletin zufolge einem Anstieg von sieben Prozent im Vergleich zu 2024. Eine Zunahme neuer Schadsoftware sei bereits seit 2021 zu beobachten. Auch 2025 seien vor allem Windows-Nutzer von Angriffen betroffen. 48 Prozent seien im vergangenen Jahr mindestens einmal das Opfer einer Cyberttacke geworden. Bei den macOS-Nutzer hingegen waren es nur 29 Prozent.

Mehr Spyware, Infostealer und Backdoors in Europa

In Europa zeichnet sich den Daten des Security-Herstellers nach ein bedrohliches Bild. Im Vergleich zu 2024 sei Spyware 2025 um 64 Prozent häufiger registriert worden. Damit über­wachen die Angreifer die Aktivitäten ihrer Opfer in Echtzeit, um vertrauliche Infor­mationen abzugreifen und sich langfristig unbemerkt im System zu verankern. Eine ähnliche Entwicklung habe es bei den Password-Stealer gegeben. Dort verzeichnete Kaspersky ein Plus von 48 Pro­zent. Diese Malware zielt darauf ab, Zugangsdaten aus Browsern, Passwortmanagern oder An­wen­dungen zu entwenden und wird häufig in Kombination mit weiteren Schadkomponenten eingesetzt. Auch Backdoors seien häufiger festgestellt worden mit 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Backdoor verschafft Angreifern unbefugten Fernzugriff und dient oft als Aus­gangs­punkt für weiterführende Manipulationen oder Datendiebstähle.

Weniger groß sei der Zuwachs bei Exploit-basierten Cyberangriffen ausgefallen. Hier ve­rzeich­ne­te Kaspersky einen Zuwachs von fünf Prozent. Nahezu unverändert sei auch die Lage bei On-Device-Bedrohungen, die im Jahresvergleich lediglich um ein Prozent zugenommen hätten.

„Die aktuelle Cyberbedrohungslandschaft ist geprägt von immer ausgefeilteren Angriffen auf Organisationen und Einzelpersonen weltweit“, kommentiert Alexander Liskin, Head of Threat Research bei Kaspersky. „Eine der wichtigsten unserer Entdeckungen dieses Jahr war die Rück­kehr der Gruppe Hacking Team, die sich im Jahr 2019 einem Rebranding unterzogen hatte. Deren kommerzielle Spyware Dante kam in der ForumTroll-APT-Kampagne zum Einsatz und nutzte Zero-Day-Schwachstellen in den Browsern Chrome und Firefox aus.“ Generell würden Sicherheitslücken weiterhin zu den bevorzugten Einfallstoren für Angreifer gehören, dicht gefolgt vom Missbrauch gestohlener Zugangsdaten. Das erkläre auch den deutlichen Anstieg von Password-Stealern und Spyware im Jahr 2025. Auch Lieferkettenangriffe, einschließlich solcher auf Open-Source-Software, würden stark zunehmen. Die Zahl dieser Vorfälle sei erheblich gestiegen und mit Shai-Hulud wurde sogar der erste weitverbreitete npm-Wurm beobachtet.

Kasperskys Sicherheitstipps für Unternehmen

Angesichts dieser immer komplexeren Bedrohungslage seien robuste Cybersicher­heits­stra­tegien für Unternehmen unverzichtbar, da Angriffe zu monatelangen Ausfallzeiten führen könnten. Deshalb nennt Kasperksy folgende Empfehlungen für Unternehmen:

  • Fernzugriffsdienste, zum Beispiel Remote Desktop Protocol, nur bei absoluter Notwendigkeit freigeben, niemals in öffentlichen Netzwerken zugänglich machen und mit starken Passwörtern schützen.
  • Software auf allen Geräten stets auf dem neuesten Stand halten, um zu verhindern, dass Angreifer durch Ausnutzen von Schwachstellen in das Netzwerk eindringen.
  • Regelmäßige Backups erstellen, die vom Netzwerk isoliert sind, und sicherstellen, dass sie im Notfall schnell zugänglich sind.
  • Bedrohungsinformationen nutzen, um über Taktiken, Techniken und Prozeduren und Bedrohungsakteure informiert zu bleiben. Threat Intelligence Services von bieten hierzu wertvolle Einblicke.

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