Advens Threat Status Report Neue Tricks beim Diebstahl von Zugangsdaten

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Im „Threat Status Report 2024 – 2025“ warnt Advens vor wachsendem Credential Stealing. Neben Infostealern sorgt eine neue Masche, das Captcha Hijacking, für Gefahr. Abhilfe schaffen bewährte Security-Basics.

Advens warnt, dass Credential Stealing auch 2025 im Zentrum von Cyberangriffen steht.(Bild:  Sergey Nivens - stock.adobe.com)
Advens warnt, dass Credential Stealing auch 2025 im Zentrum von Cyberangriffen steht.
(Bild: Sergey Nivens - stock.adobe.com)

Der europäische Security-Anbieter Advens hat den Threat Status Report 2024 – 2025 veröffentlicht. Darin gibt Advens einen Überblick über die Bedrohungslage und Cybersicherheit, konkrete Vorfälle und Angriffsmethoden sowie Trends und Entwicklungen. Wie die Unter­su­chungen der Computer Emergency Response Teams (CERT) und SOC-Mit­arbeitenden (Security Operations Center) zeigen, ist der Diebstahl von Zugangsdaten für Unternehmen eine der größ­ten Bedrohungen.

Cleveres Credential Stealing

Im Jahr 2024 haben Advens zufolge rund ein Viertel aller Cyberattacken mit gestohlenen Zu­gangsdaten begonnen. Vor allem Infostealer wie LummaC2, RisePro und Stealc seien beliebte Malware-Varianten gewesen. Eine besonders beliebte Methode unter Cyberkriminellen sei es, Nutzer glauben zu machen, sie würden ChatGPT auf ihren Computer laden. Stattdessen spiegelt die Schadsoftware tatsächlich nur die Weboberfläche von ChatGPT. Loggt sich der User in sei­nen Account ein, werden die Login-Informationen gestohlen. Angreifer können diese Daten dann selbst weiterverwenden oder verkaufen. Auch Phishing sei nach wie vor eine beliebte Methode, um an gültig Login-Daten zu gelangen.

In den vergangenen Monaten hat sich dem Hersteller zufolge eine weitere Masche etabliert, mit der Cyberkriminelle Zugangsdaten stehlen wollen: Captcha Hijacking. Dabei fordern schädliche Webseiten, die von Angreifen manipuliert wurden, die Nutzer auf, Befehle in der Kom­man­do­zeile auszuführen, um zu bestätigen, dass sie tatsächlich Menschen und kein automatisierter Mechanismus sind. Dies ist eine etwas andere Vorgehensweise zu der bekannteren, bei der Objekte auf Bildern angeklickt werden sollen.

Geben die Nutzer diese Befehle ein, werden Infostealer auf das Gerät geladen. Oftmals habe es sich auch in diesem Fällen um LummaC2 gehandelt. Der Infostealer sammelt Daten, indem er die Tastatureingaben des Users trackt, Screenshots aufnimmt und im Browser gespeicherte Passwörter ausliest.

Als Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz vor Infostealern empfiehlt Advens:

  • starke Passwörter verwenden
  • Multifaktor-Authentifizierung aktivieren
  • achtsam sein gegenüber Links und Anhängen in E-Mails
  • aktuelle Sicherheitssoftware verwenden
  • regelmäßige Mitarbeiterschulungen durchführen

Bedrohungstrends direkt aus dem SOC

Weitere Trends, die Advens im Threat Status Report identifiziert hat, sind:

  • 1. Exponentielle Zunahme öffentlicher Schwachstellen
  • 2. Die Cloud ist beliebtes Angriffsziel
  • 5. Cyberangriffe zielen zunehmend auf industrielle Umgebungen ab

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