Bedrohung durch IoT-Geräte

Das Internet der Dinge ist eine Zeitbombe

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Das Internet of Things stellt IT-Verantwortliche vor zusätzliche Herausforderungen.
Das Internet of Things stellt IT-Verantwortliche vor zusätzliche Herausforderungen. (Bild: pixabay / CC0)

In die moderne Infrastruktur halten immer mehr IoT-Geräte Einzug. Eine stetig wachsende Zahl vernetzter Maschinen kommuniziert miteinander und tauscht Daten untereinander aus. Diese neuen Systeme stellen die Sicherheit auf die Probe und IT-Verantwortliche vor neue Herausforderungen. Gemeinsam mit Forrester Consulting hat Forescout diese Auswirkungen genauer untersucht.

Der Sicherheitsanbieter Forescout hat sich genauer mit den Risiken rund um Internet of Things (IoT) und Operational Technology (OT) beschäftigt. Gemeinsam mit den Analysten von Forrester Consulting hat das Unternehmen die Auswirkungen des Internet of Things auf die Unternehmens-IT untersucht. Spezieller Fokus lag bei der Studie auf den Cybersicherheitsproblemen, die sie den Security- und IT-Teams bereiten.

Die Umfrage zeigt, dass sich Sicherheitsverantwortliche große Sorgen um die IoT/OT-Sicherheit machen. Grund ist die Angst vor Zwischenfällen durch Pannen in kritischen Betriebsabläufen, die sich negativ auf das Geschäftsergebnis auswirken könnten. Zudem hat die Mehrzahl der Unternehmen (82 Prozent) Mühe, alle Endpunkte zu identifizieren, die mit ihren Netzwerken verbunden sind. Und auf die Frage, wer die Hauptverantwortung für die Absicherung des IoT trägt, konnten die IT-Verantwortlichen und Betriebsleiter keine klare Antwort geben oder genaue Zuständigkeiten definieren. Mit dem IoT steigt sowohl die Komplexität als auch die Gefahr, dass eventuelle Sicherheitsverletzungen negative geschäftliche Auswirkungen nach sich ziehen. Bei der Umfrage gaben mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) an, dass ihnen die IoT-Sicherheit Sorgen bereitet.

„Die Ergebnisse lassen erkennen, dass sich die Einstellung der Unternehmen zur IoT-Sicherheit und den damit verbundenen Risiken dynamisch verändert. Jedes neue Gerät, das online geht, schafft einen weiteren Angriffsvektor, gegen den sich Unternehmen schützen müssen. Und ein einziges Device reicht aus, um ein ganzes Netzwerk zu kompromittieren und den Geschäftsbetrieb lahmzulegen, was verheerende Auswirkungen auf die Unternehmensbilanz haben kann“, erklärt Michael DeCesare, Präsident und CEO von ForeScout. „Da ein Angreifer das schwächste Glied in der Sicherheitskette ausnutzen wird, ist jedes Risiko eines zu viel. Organisationen müssen vollständige Sichtbarkeit und Transparenz gewinnen.“

Bei der Umfrage, an der Mitarbeiter von mehr als 600 global agierenden Unternehmen teilnahmen, stimmten 77 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass der vermehrte Einsatz vernetzter Geräte erhebliche Sicherheitsprobleme aufwirft. Folglich erklärten 76 Prozent der Teilnehmer, dass die Sorge um die IoT-Sicherheit sie zwingt, ihre Sicherheitsstrategien für die IT und die Geschäftsbereiche zu überdenken.

Die Studie lässt auf eine klare Diskrepanz zwischen IT und Bereichsleitern schließen und rückt potenzielle Probleme hinsichtlich der Verantwortung für die Absicherung prozessspezifischer IoT/OT-Geräte in den Blick. Auf die Frage, wer die Hauptverantwortung für die Absicherung der IoT/OT-Geräte in einem Unternehmensnetz trägt, hielten 44 Prozent der befragten IT-Fachleute die Mitarbeiter im Security Operations Center (SOC) für primär verantwortlich; bei den befragten Geschäftsbereichsleitern taten dies nur 36 Prozent. Im Gegensatz zu den Teilnehmern aus der IT sahen die befragten Bereichsleiter die Verantwortung lieber in den Händen bereichsinterner IT-Mitarbeiter oder der IT-Fachkräfte.

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