Amazon bestätigt Datenschutzverletzung Massive Moveit-Sicherheitslücke bedroht Konzerne

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Die Sicherheitslücke in Moveit Transfer hat 2023 für Furore gesorgt. Nun stellt sich heraus, dass im Mai letzten Jahres ein massiver Data Breach durch Ausnutzung dieser Schwachstelle stattfand. Amazon und HSBC bestätigen das Datenleck.

Amazon bestätigt, dass ein Cyberkrimineller Business-Informationen von Amazon-Mitarbeitenden gestohlen hat.(Bild:  KI-generiert)
Amazon bestätigt, dass ein Cyberkrimineller Business-Informationen von Amazon-Mitarbeitenden gestohlen hat.
(Bild: KI-generiert)

Die drastischen Auswirkungen der Sicherheitslücke CVE-2023-34362 in der Software Moveit zeigen sich erneut, nachdem Daten von Amazon-Mitarbeitenden sowie von 24 weiteren Organisationen, darunter HP, HSBC und Lenovo, gestohlen wurden. Ein User namens „Nam3l3ss“ hat die gestohlenen Daten in einem Breach-Forum veröffentlicht. Zuerst entdeckte Hudson Rock, Anbieter einer Cybercrime Intelligence Platform, den Breach.

Folgende Unternehmen sind laut Hudson Rock von dem Datenleck betroffen:

Betroffene Unternehmen
Amazon
HSBC 
Cardinal Health
MetLife
Fidelity (fmr.com)
U.S. Bank 
HP 
Canada Post 
Delta Airlines
Applied Materials (AMAT) 
Leidos
Charles Schwab
3M
Lenovo
Bristol Myers Squibb
Omnicom Group 
TIAA
Union Bank of Switzerland (UBS)
Westinghouse 
Urban Outfitters (URBN)
Rush University
British Telecom (BT)
Firmenich
City National Bank (CNB)
McDonald’s

Nam3l3ss behauptet, über 2,8 Millionen Zeilen an Daten von Amazon-Mitarbeitenden gestohlen zu haben. Medienberichten zufolge bestätigte Amazon dies, weist jedoch darauf hin, dass die Daten von einem System eines Drittanbieters gestohlen wurden. „Die Systeme von Amazon und AWS bleiben sicher und wir haben keinen Sicherheitsvorfall erlebt. Wir wurden über einen Sicherheitsvorfall bei einem unserer Immobilienverwaltungsanbieter informiert, der mehrere seiner Kunden betraf, darunter Amazon.“, sagte Amazon-Sprecher Adam Montgomery. Die einzigen Daten, die von Amazon abgeflossen sind, sind geschäftliche E-Mail-Adressen, Business-Telefonnummern und Gebäudestandorte.

Schwachstelle in Moveit Transfer ausgenutzt

Da der von Nam3l3ss veröffentlichte Datensatz vom Mai 2023 stammt, geht die Kompromittierung der Unternehmen aller Wahrscheinlichkeit auf die bereits seit langem bekannte – und berüchtigte – Sicherheitslücke CVE-2023-34362 in Moveit Transfer zurück. Diese SQL-Injection-Schwachstelle hat einen CVSS von 9.8 und erlaubt es einem nicht authentifizierten Angreifer, Zugriff auf die Datenbanken von Moveit Transfer zu erhalten. Moveit Transfer ist eine Lösung von Progress Software, die dem sicheren Austausch sensibler Daten dient. Dabei setzt die Lösung auf Dateiverschlüsselung, Zugriffskontrollen und Aktivitätsverfolgung.

Obwohl die Sicherheitslücke in Moveit schon 2023 entdeckt und gepatcht wurde, zeigt sich, dass Unternehmen, Organisationen und Behörden weiterhin mit ihren Auswirkungen konfrontiert sind. Zudem verdeutlicht dieser Vorfalle ein weiteres Mal die Dringlichkeit sicherer Software-Lieferketten.

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