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Neues eBook „Next-Generation Cyberwar“ Der Kampf der künstlichen Intelligenzen

| Autor / Redakteur: Dipl.-Phys. Oliver Schonschek / Peter Schmitz

Cyberangriffe auf Staaten und kritische Infrastrukturen sind längst keine Fiktion mehr, heißt es im Weißbuch zur Sicherheitspolitik und Zukunft der Bundeswehr. In den vergangenen Jahren haben terroristische, nachrichten­dienstliche und militärische Bedrohungen im Cyberraum eine neue Dimension erreicht. Mit KI (Künstlicher Intelligenz) erhält der Cyberwar nun eine neue Qualität.

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Staaten und Unternehmen müssen künstliche Intelligenz (KI) als neuen Player im Cyberwar verstehen, denn KI lässt sich nicht nur zum Positiven nutzen, sondern auch als digitales Angriffswerkzeug.
Staaten und Unternehmen müssen künstliche Intelligenz (KI) als neuen Player im Cyberwar verstehen, denn KI lässt sich nicht nur zum Positiven nutzen, sondern auch als digitales Angriffswerkzeug.
(© Dusan Kostic - stock.adobe.com)

Mit der Aufstellung des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum hat die Bundeswehr seit 2017 sechs militärische Organisationsbereiche. Bis 2021 soll der gesamte Organisationsbereich CIR (Cyber- und Informationsraum) seine volle Einsatzbereitschaft erreichen. Dazu wird der Organisationsbereich auf etwa 14.500 Dienstposten wachsen.

Alleine schon der Fachkräftemangel in der Cybersicherheit war jedoch Anlass genug, auch an KI (Künstliche Intelligenz) bei den Streitkräften zu denken. So hat zum Beispiel das US-Verteidigungsministerium die Strategie „Harnessing AI to Advance Our Security and Prosperity“ veröffentlicht, wie KI dem Militär helfen kann und soll. „Wenn wir jetzt mehr in die Verteidigung investieren, investieren wir auch mehr in neue, sehr fortschrittliche militärische Fähigkeiten, und künstliche Intelligenz wird immer mehr ein integraler Bestandteil davon“, so der NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg.

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KI hilft und gefährdet die Cybersicherheit

Es versteht sich, dass auch mögliche Angreifer in KI investieren. Schwachstellen der Künstlichen Intelligenz könnten zu einer großen Angriffsfläche führen, erklären das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die französische Agence nationale de la sécurité des systèmes d'information (ANSSI) in der zweite Ausgabe des gemeinsamen deutsch-französischen Cyber-Sicherheitslagebilds.

Wie auch das neue eBook „Next-Generation Cyberwar“ zeigt, muss man KI als neuen Player im Cyberwar verstehen, denn KI lässt sich missbrauchen und KI kann als digitales Angriffswerkzeug genutzt werden. Entsprechend müssen Unternehmen genau wie Staaten lernen, wie man KI-basierte Attacken besser erkennen und abwehren kann. Das Problem dabei ist, dass eine KI die Methoden einer anderen KI zur Erkennung berücksichtigen könnte, um die Cyberattacke bestmöglich zu tarnen.

Welche Rolle spielt der Mensch?

Das neue eBook „Next-Generation Cyberwar“ untersucht, wie weit die Möglichkeiten von KI als Unterstützung der Angreifer gehen und wo die Schwachstellen einer KI bei der Abwehr liegen. Der Next Generation Cyberwar wird zweifellos ein Kampf der künstlichen Intelligenzen sein. Dabei stellt sich aber die Frage, ob in (naher) Zukunft der Cyberwar nur zwischen KI-Lösungen ausgetragen werden wird, oder ob es weiterhin auch auf Menschen als Security-Experten ankommt, wenn man Unternehmen, Gesellschaft und Staat gegen den Cyberwar schützen will. Das neue eBook „Next-Generation Cyberwar“ will Antworten geben.

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Über den Autor

Dipl.-Phys. Oliver Schonschek

Dipl.-Phys. Oliver Schonschek

IT-Fachjournalist, News Analyst und Commentator bei Insider Research