Was ist innere Biometrie?

Die Grundlagen für den Handvenen-Scanner von Fujitsu

| Autor / Redakteur: Slawomir Pastuszko / Ulrike Ostler

Im Augsburger Werk von Fujitsu nutzen die Miatbeiter eine Kaffeemaschine als Showcase für die Demonstration des Handvenen-Scanners. Tatsächlich dient die innere Biometrie für zumeist der Zutrittkontrolle, sei es zu Gebäuden oder zu Informationen.
Im Augsburger Werk von Fujitsu nutzen die Miatbeiter eine Kaffeemaschine als Showcase für die Demonstration des Handvenen-Scanners. Tatsächlich dient die innere Biometrie für zumeist der Zutrittkontrolle, sei es zu Gebäuden oder zu Informationen. (Bild: Fujitsu)

Biometrie dient der Authentifizierung. Bei der biometrischen Identifikation soll im funktionierenden Idealfall jede registrierte Person anhand von biometrischen Merkmalen eindeutig identifiziert werden. Dafür werden zum Beispiel die Merkmale von Augen oder Fingerkuppen hergenommen. Und was unterscheidet innere von äußerer Biometrie? Bei Fujitsu liegt die Antwort auf der, nein, in der Hand.

Im privaten Umfeld wollen die allermeisten heute einfach und schnell an Informationen kommen. Deshalb bieten die aktuellen Smartphones biometrische Authentifizierung neben der PIN an. Bei Business Anwendungen ist zwar ähnlicher Komfort gefragt, aber auch höchstmögliche Sicherheit.

Der Handvenen-Scan funktioniert nur bei lebenden Personen. Nahinfrarotlicht durchleuchtet die Hand und die Struktur wird sichtbar.
Der Handvenen-Scan funktioniert nur bei lebenden Personen. Nahinfrarotlicht durchleuchtet die Hand und die Struktur wird sichtbar. (Bild: Fijitsu)

Verfahren, welche als innere biometrische Identifikation bezeichnet werden können, nutzen Eigenschaften, die sich versteckt im Körper befinden und für niemanden von außen zugänglich sind. Hierzu zählt zum Beispiel die Handvenenstruktur unter der Haut. „Sichtbar“ wird diese mittels Nahinfrarotlicht. Dieses ermöglicht durch die Haut hindurch die Struktur zu erkennen und sie als biometrisches Merkmal zu verwenden.

Bei der Verwendung innerer Biometrie wird zudem „echte“ Lebenderkennung durchgeführt: Es wird der tatsächliche Blutfluss in den Adern und Venen erkannt; danach erfolgt die Identifikation .Dabei dauert der Scanvorgang keine Sekunde und kann entweder schwebend oder mit einer Handstütze durchgeführt werden.

Genau und noch genauer

Die Genauigkeit, die man zudem über die Handvenenstruktur erreicht, liegt um ein vielfaches höher, als zum Beispiel bei der Fläche einer Fingerkuppe und eignet sich grundsätzlich dazu, auf weitere kostspielige Faktoren wie PIN, Passwort oder Smartcard zu verzichten. Und hier steckt das wesentliche Potential:

Mit einer „False Acceptance Rate“ von 1:10.000.000 ist die Handvenentechnologie eine der genauesten auf dem Markt. Anwender brauchen also je nach Einsatzzweck und im Idealfall nur noch ihre Hand, um sich auf einem Computer anzumelden, umZutritt, etwa in ein Rechenzentrum, zu bekommen, … sei es über ein Windows Login oder als granulare Absicherung von SAP Transaktionen; die nachgelagerten Einsatzmöglichkeiten sind beinahe grenzenlos.

Und: So banal das klingt: Die Hand kann man nicht vergessen oder verlieren.

In der Groupama Arena(siehe: Video), Budapest, kommt seit drei Jahren innere Biometrie etwa bei jedem Fußballspiel zum Einsatz.

Im Gegensatz zu den inneren bergen äußere biometrische Merkmale immer die Gefahr, kopiert und damit missbräuchlich verwendet zu werden (je nach Komplexität und Ausprägung der damit verbundenen Authentifizierungslösung). Der größte Vorteil der Handvenenstruktur, wie sie Fujitus mit dem System „Palm Secure“ umsetzt, diese nirgends ein Klarbild hinterlässt.

Die Aufnahme wird noch im Sensor verschlüsselt und in ein Vergleichsmuster (Hash) umgewandelt. Dadurch ist es unmöglich, das Handvenenmuster zu fälschen oder nachzumachen. Darüber hinaus können alle erstellten biometrischen Vergleichsmuster (Hashes) auf Kundenwunsch zusätzlich individuell verschlüsselt werden, was zusätzliche Sicherheit schafft.

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