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Interview zur E-Mail-Archivierung als Managed Service E-Mail-Sicherheit: „Managed Services werden In-House-Konzepte ablösen“

Redakteur: Stephan Augsten

Neben Anti-Spam-Lösungen will sich der Managed-Service-Anbieter Eleven im Auftrag seiner Kunden künftig auch der E-Mail-Archivierung annehmen. Aus diesem Anlass hat sich Security-Insider.de mit Robert Rothe, Geschäftsführer von Eleven, über E-Mail-Archivierung und Security-Outsourcing unterhalten.

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Robert Rothe, Gründer und Geschäftsführer von Eleven: „Die Speicherung [von E-Mails] in pst-Dateien ist zunächst einmal besser, als überhaupt nicht zu archivieren.“
Robert Rothe, Gründer und Geschäftsführer von Eleven: „Die Speicherung [von E-Mails] in pst-Dateien ist zunächst einmal besser, als überhaupt nicht zu archivieren.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Security-Insider.de: Herr Rothe, Eleven ist eigentlich bekannt für Anti-Spam-Lösungen und Security-Gateways. Warum nimmt sich Ihr Unternehmen nun auch der E-Mail-Archivierung an?

Robert Rothe: Angesichts des Siegeszugs der E-Mail als geschäftliches Kommunikationsmittel ist die gesetzeskonforme und revisionssichere E-Mail-Archivierung zu einem wichtigen Thema für Unternehmen jeder Größe geworden. Für Eleven ist es daher folgerichtig, das Portfolio um E-Mail-Archivierung zu ergänzen.

Wir wollten unseren Kunden eine Lösung bieten, die es ihnen ermöglicht, alle gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und den Verlust geschäftsrelevanter E-Mails zuverlässig zu verhindern. Und natürlich können wir die besonderen Anforderungen an Ressourcen und Infrastruktur erfüllen, die E-Mail-Archivierung mit sich bringt.

Security-Insider.de: Vor allem in kleinen Unternehmen besteht E-Mail-Archivierung vornehmlich darin, 1:1-Kopien der Nachrichten zu speichern bzw. sie in pst-Dateien oder ähnlichen Archiven zu verpacken. Ab welchem Zeitpunkt ist dieses Vorgehen nicht mehr sinnvoll?

Robert Rothe: Die Speicherung in pst-Dateien ist zunächst einmal besser, als überhaupt nicht zu archivieren. Allerdings sind die ebenso komplexen wie anspruchsvollen gesetzlichen Vorgaben – insbesondere in Bezug auf die Revisionssicherheit archivierter E-Mails – auf diese Weise nicht zu erfüllen.

Grundanforderungen wie Revisionssicherheit, Verschlüsselung, aber auch der einfache Zugriff auf die archivierten Nachrichten sind so nicht zu gewährleisten. Von In-House-Lösungen raten wir generell ab, da diese in der Regel nicht den notwendigen Schutz vor Datenverlust bieten.

Dies lässt sich nur mithilfe von Infrastrukturen gewährleisten, die auf maximale Ausfallsicherheit ausgelegt sind und beispielsweise redundante Archivierung an unterschiedlichen Orten bieten. Außerdem kann kaum ein Unternehmen angesichts der unkalkulierbaren Datenmenge sicherstellen, dass die aktuell aufgebaute Infrastruktur für die gesamte Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist nutzbar ist.

Security-Insider.de: Viele Unternehmen scheuen sich aber nach wie vor, ihre E-Mail-Kommunikation über ein fremdes Rechenzentrum laufen zu lassen. Wie kann Eleven diese Bedenken zerstreuen.

Robert Rothe: Zunächst einmal erfolgt die Archivierung in unseren Rechenzentren verschlüsselt – der Kunde kann sich also sicher sein, dass keine dritte Partei Zugriff auf seine Daten hat. Darüber hinaus sind Managed Services gerade im Hinblick auf Ausfallsicherheit und Datensicherung die zuverlässigere Alternative. Vor allem kleine Unternehmen können von unserem Know-how in Bezug auf Verschlüsselung und sichere Speicherung profitieren.

Seite 2: Die Zukunft von Managed Services

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