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Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme
Ein Vorteil von virtuellen Appliances gegenüber der herkömmlichen Software-Installation ist die Zeitersparnis, da das Betriebssystem und die Anwendung nicht erst langwierig vorbereitet und installiert werden müssen. Bei einer entsprechend vorhandenen VMware-Installation – in unserem Fall auf einem Intel Modular Server mit vSphere 4.1 und entsprechender Storage-Infrastruktur – dauerte die Installation keine fünf Minuten.
Konfiguration und Inbetriebnahme
Ärgerlich bei der ersten Anmeldung ist die feste IP, die von Clearswift vorgegeben ist. In den meisten Infrastrukturen ist ein DHCP Server vorhanden, eine dynamische IP im vorhandenen Netz hätte die umständliche Grundkonfiguration über einen zusätzlichen Rechner verhindert. Hat man diese Hürde jedoch erst einmal genommen, führt ein Wizard durch die Grundeinstellungen.
Hier werden die wichtigsten Einstellungen vorgenommen, hierzu gehören unter anderem IP-Adresse, DNS-Server, Gateway, Mail-Server, etc. Für die Einbindung ins Netzwerk stehen zwei Schnittstellenkarten zur Geschwindigkeitssteigerung und zur Lastverteilung durch Integration weiterer E-Mail-Gateways zur Verfügung. Das gesamte Interface inklusive der Hilfe-Seiten liegt nur in Englisch vor.
Policy Center
Der wichtigste Bereich bei der Konfiguration und im Betrieb des Gateways ist das Policy Center. Hier wird das E-Mail-Regelwerk erstellt und verwaltet. Das Policy Center umfasst etliche vordefinierte Regeln, die sich bei Bedarf anpassen lassen. Alternativ können auch eigene Regeln erstellt und eingerichtet werden.
Das Regelwerk besteht aus einer Kombination aus Inhaltsregeln, Regel-Routen und den Hersteller-eigenen TRUSTmanager- und SpamLogic-Technologien. Nach Angaben von Clearswift lassen sich damit bis zu 99,5% der Spam-Mails identifizieren und filtern sowie Malware-Infektionen verhindern.
Dazu durchsuchen die Content-Regeln jede Nachricht, die das System passiert, und führen eine Vielzahl von Sicherheitskontrollen durch. Diese Regeln lassen sich mehrmals erstellen und wiederverwenden, um E-Mail-Administratoren auch komplexe Strategien zu ermöglichen.
Eingehende E-Mails werden zunächst auf ihre Vertrauenswürdigkeit geprüft. Hierzu dienen die globale SpamLogic-Technologie, die auf der Basis von allgemeinen Spam-Erkenntnissen E-Mails filtert, und der Clearswift TRUSTmanager, ein Cloud-basierter IP-Reputation-Service mit über 50 Millionen IP-Adressen.
Für den Schutz vor Schadcode-Attacken analysiert „Click Mail Zero Hour Malware“, die E-Mail-Attachments auf bekannte und mögliche Angriffe, während „ImageLogic“ klassifizierte Bilder-Spam-Inhalte erkennt und blockiert. Im Sektor Policy References können weitere Einstellungen vorgenommen werden, angefangen bei den E-Mail-Adressen der Mitarbeiter bis hin zur Definition von lexikalischen Ausdrücken.
Die Konfiguration und die Einrichtung des Regelwerkes ist unkompliziert, bietet aber dennoch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Das E-Mail-Gateway erlaubt eine tiefe und zuverlässige Analyse der E-Mails sowie die Entwicklung komplexer Regelwerke.
Inhalt
- Seite 1: Was leistet das Clearswift E-Mail Gateway?
- Seite 2: Installation, Konfiguration und Inbetriebnahme
- Seite 3: Mail-, Berichts- und System-Verwaltung
- Seite 4: Verschlüsselung und Signaturprüfung
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