Die Stromversorgung versagt. Und dann?

Eine USV alleine macht noch keine Sicherheit

| Redakteur: Ulrike Ostler

In eine Rettungsausrüstung für Rechenzentren, in denen der Strom ausfällt, gehört mehr als eine Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung.
In eine Rettungsausrüstung für Rechenzentren, in denen der Strom ausfällt, gehört mehr als eine Anlage für die unterbrechungsfreie Stromversorgung. (Bild: Hakan Tasdöndüren/ Fotolia.com)

Eine zuverlässige Stromversorgung spielt in Rechenzentren eine zentrale Rolle: Schon sehr kurze Unterbrechungen können dort immense Schäden anrichten. Ein System zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ist unerlässlich, aber beileibe nicht die einzige Komponente, die funktionieren muss, wie jüngst der Stromausfall im IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin zeigte.

Neben den USV-Geräten spielen auch Notstrom-Aggregate und weitere Komponenten eine wichtige Rolle. Selbst wenn die USV funktioniert, kann es daher zu einem Ausfall der Systeme kommen – wenn alle integrierten Bauteile nicht perfekt zusammenarbeiten. So hatten im IT-Dienstleistungszentrum Berlin Hilfsaggregate, die für die Notstromversorgung eine zentrale Rolle spielen und bei der Unterbrechung der Stromversorgung nicht ansprangen, einen Ausfall der Systeme verursacht.

USV-Systeme überbrücken die Versorgung für eine bestimmte Zeit und helfen Datenverluste im Fall eines Stromausfalls zu vermeiden. Wie lange diese Überbrückungszeit ist, hängt von der installierten Batterie-Anlage und der aktuell abgerufenen Leistung ab. Die Laufzeit muss jedoch mindestens so lang sein, wie die zu schützenden Systeme benötigen, um ordnungsgemäß herunterzufahren oder bis ein zusätzliches Notstrom-Aggregat startet.

In großen Rechenzentren werden diese Anlagen meist in Verbindung mit einem Diesel-Aggregat installiert, um eine langfristigere Überbrückung der Notstromversorgung zu gewährleisten. Die Größe des Tanks bestimmt die Überbrückungszeit, die mit Notstromaggregat beispielsweise 24 Stunden und mehr betragen kann.

Monitoring-Systeme

Eine tragende Rolle spielen dabei Meldesysteme, die Störungen umgehend weitergeben. In hochverfügbaren Rechenzentren ist inzwischen auch der Einsatz einer Software zur Messung und umfassenden Überwachung der Infrastruktur zum Standard geworden.

Solche Lösungen bieten neben der Überwachung der physischen Komponenten der Stromversorgung, Kühlung, Sicherheit und IT-Infrastruktur in Rechenzentren heute auch umfangreiche Planungs-Tools. So wird die Echtzeitmessung von Daten sofort ausgewertet und es werden für den Betreiber des Rechenzentrums automatisch Trendanalysen, Reports und Benachrichtigungen generiert.

Schneider Electric bietet mit dem DCIM-Tool Struxureware auch ein Monitoring der Energieversorgung.
Schneider Electric bietet mit dem DCIM-Tool Struxureware auch ein Monitoring der Energieversorgung. (Bild: Schneider Electric)

Dadurch können die meisten Störungen bereits durch vorbeugende Maßnahmen vermieden werden. Strategische Entscheidungen lassen sich auf der Grundlage valider Daten treffen und der gesamte Rechenzentrums-Betrieb ist wesentlich effizienter zu gestalten.

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