Microsoft versucht seit Jahren mit aktuellen Patches lokale Exchange-Installationen sicherer zu machen. Allerdings tauchen immer neue Lücken auf, die erst geschlossen werden müssen. Dazu kommen Schwachstellen, die noch nicht bekannt sind Wir zeigen, auf was geachtet werden muss.
Auch nach der Installation von Updates bleiben Exchange-Server oft angreifbar.
(Bild: chinnarach - stock.adobe.com)
Wer lokale Exchange-Server betreibt, muss sich darauf einstellen das System ständig zu optimieren, Sicherheitsupdates zu installieren, Anpassungen vorzunehmen, oder auch die Benutzer zu überwachen und zu schulen, um erfolgreiche Phishing-Attacken zu verhindern. Der Schutz von Exchange-Servern ist ein Kampf gegen Windmühlen, da ständig neue Sicherheitslücken bekannt werden und generell Exchange-Server halbwegs offen im Internet zur Verfügung stehen müssen, da schlussendlich die Funktion der Server das benötigt. Daher sollten sich Admins möglichst optimal auf alle Umstände einstellen.
Updates installieren und sich auf das Worst Case-Szenario vorbereiten
Wer einen lokalen Exchange-Server betreibt, sollte möglichst immer das aktuelle, kumulative Update und alle aktuellen Sicherheitsupdates so schnell wie möglich installieren. Nahezu an jedem Patchday veröffentlicht Microsoft auch Updates für die aktuellen Exchange-Versionen, bis hin zu Exchange Server 2019. Erscheint der Nachfolger von Exchange Server 2019 ist zu erwarten, dass es auch hier sehr schnell Updates geben wird, die vorhandene Lücken schließen. Die aktuellen, kumulativen Updates sind in der Microsoft-Dokumentation zu finden.
Neben Updates für Exchange spielen auch die Updates für Windows Server eine wichtige Rolle. Exchange-Server können auch über das Betriebssystem angegriffen werden. Aus diesem Grund sollten auch hier möglichst zeitnah nach Erscheinung Updates installiert werden.
Aber auch bei einer vollständigen Absicherung von Exchange, kann es jederzeit passieren, dass lokale Server erfolgreich angegriffen werden. In diesem Fall sollten sich Admins auch auf das Wort Case-Szenario vorbereiten und sicherstellen, dass wenigstens die Daten aus den Exchange-Datenbanken (EDB) wiederhergestellt werden können. Auch dazu stehen Tools zur Verfügung, die dabei unterstützten. Wir zeigen in diesem Beitrag auch diese Möglichkeiten.
Exchange On-Premises Mitigation Tool - Microsoft-Skript für Test auf Sicherheitslücken
Mit dem Exchange On-Premises Mitigation Tool (EOMT) können Administratoren über die Exchange Management Shell ihre lokalen Exchange-Server auf Sicherheitslücken prüfen, die dringend geschlossen werden müssen. Allerdings testet das Tool nicht auf alle Lücken. Welche in der Prüfung enthalten sind, lässt sich auf der Webseite des Tools in Erfahrung bringen.
Ein ebenfalls wichtiges Microsoft-Tool ist der "HealthChecker". Dieser steht ebenfalls bei Microsoft kostenlos zur Verfügung. Das Skript für die Exchange Management Shell kann nach dem Durchlaufen einen guten Überblick zum Zustand der Exchange-Organisation anzeigen. Durch das einfache Aufrufen des Skriptes prüft HealthChecker den lokalen Exchange-Server. Um eine Überprüfung über das Netzwerk zu starten, steht der Parameter "-Server" zur Verfügung.
Mit dem Cmdlet "Test-ServiceHealth" kann in der Exchange Management Shell überprüft werden, ob alle Serverdienste auf dem Server funktionieren. Auch dieser Test kann Aufschluss darüber geben, ob es eine Sicherheitslücke gibt, die sich im Absturz von Systemdiensten äußert.
Exchange-Server mit Zusatztools absichern
Tools wie Microsoft Baseline Security Analyzer (MBSA) und Microsoft Security Compliance Toolkit helfen dabei Windows-Server und auch Exchange so sicher wie möglich zu betreiben. Das Tool zeigt auch Schwachstellen an und gibt Tipps, wie diese geschlossen werden können. Daher sollte immer die aktuellste Version bei Microsoft heruntergeladen werden. Die Lücken, nach denen der HealthChecker sucht, sind auf der Downloadseite zu finden.
Das Tool "Exchange Reporter" von Frankys Web bietet ebenfalls umfassende Informationen und greift auch auf Daten zurück, die der HealthChecker findet.
Exchange-Datenbanken wiederherstellen mit Stellar Repair for Exchange
Wenn ein Exchange-Server nicht mehr wiederhergestellt werden kann, weil Malware eine Neuinstallation notwendig macht, ist das Wiederherstellen und Testen der Exchange-Datenbanken elementar. In den EDB-Dateien sind die Daten der Postfächer gespeichert. Diese lassen sich generell einigermaßen problemlos auf neuen Servern bereitstellen. Dazu muss aber sichergestellt sein. Dass die Datenbank auch ordnungsgemäß funktioniert.
Wenn Exchange-Datenbanken nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren, kann mit Stellar Repair for Exchange kostenlos der Zustand der EDB-Datei überprüft werden. Dazu ist keine Installation auf dem Exchange-Server notwendig "Repair for Exchange" benötigt nur die EDB-Datei, die problemlos auf einen anderen Rechner kopiert werden kann. Findet das Tool einen Fehler, den es reparieren kann, ist für die Reparatur eine Lizenzierung notwendig. Der Betrag in Höhe von knapp 400 Euro ist Angesichts des Datenverlustes einer EDB-Datenbank in den allermeisten Fällen zu verschmerzen. Der Test auf Defekte ist mit dem Tool kostenlos.
Stand: 08.12.2025
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Die Offline-Defragmentierung von Exchange-Datenbanken löscht leere Bereiche und kann Defekte ebenfalls reparieren, allerdings nicht alle. Dazu kann in der Befehlszeile auch "eseutil.exe" zum Einsatz kommen. Für die Offline-Defragmentierung muss die Bereitstellung der Datenbank aufgehoben werden. Das erfolgt in der Exchange Management Shell mit:
Dismount-Database -Identity <Name der Datenbank>
Die Syntax in der Befehlszeile für eine Offlinedefragmentierung lautet:
Eseutil /d "Mailbox Database.edb"
Funktioniert die Wiederherstellung auf diesem Weg nicht, kann Stellar Repair for Exchange in vielen Fällen noch Daten retten.