Path Traversal Böswillige Admins können in Fortinet-Produkten beliebige Dateien löschen

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Angreifer nutzen eine Path-Traversal-Sicherheitslücke in mehreren Fortinet-Produkten aus. Über kompromittierte Admin-Konten können sie damit beliebige Dateien manipulieren oder löschen.

Die Schwachstelle EUVD-2025-209452 / CVE-2025-61624 in FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager kann zu einer escalation of privilege führen.(Bild:  ChubbyCat - stock.adobe.com / KI-generiert)
Die Schwachstelle EUVD-2025-209452 / CVE-2025-61624 in FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager kann zu einer escalation of privilege führen.
(Bild: ChubbyCat - stock.adobe.com / KI-generiert)

Fortinet hat jüngst ein Advisory zu einer Schwachstelle in der Kommandozeile (Command Line Interface, CLI) von FortiOS, FortiPAM, FortiProxy und FortiSwitchManager veröffentlicht. Bei der Sicherheitslücke EUVD-2025-209452 / CVE-2025-61624 (CVSS-Score 5.4, EPSS-Score* 1.08) ist ein Path Traversal, bei dem der Kommandozeileninterpreter Pfadangaben nicht ausreichend auf ein zugelassenes Verzeichnis beschränkt. Ein Angreifer mit Administr­atorprofil und Lese- und Schreibrechten kann deshalb über speziell präparierte Argumente beliebige Dateien schreiben oder löschen, auch außerhalb des vorgesehenen Verzeichnisses. Die Folge kann eine Rechteausweitung sein.

Produkt Betroffene Versionen Patch
FortiOS 7.6 7.6.0 bis 7.6.4 Upgrade auf 7.6.5 oder höher
FortiOS 7.4 7.4.0 bis 7.4.9 Upgrade auf 7.4.10 oder höher
FortiOS 7.2, 7.0 und 6.4 alle Versionen Umstieg auf eine korrigierte Version
FortiPAM 1.8 nicht betroffen nicht nötig
FortiPAM 1.7 1.7.0 Upgrade auf 1.7.1 oder höher
FortiPAM 1.6, 1.5, 1.4, 1.3, 1.2, 1.1 und 1.0 alle Versionen Umstieg auf eine korrigierte Version
FortiProxy 7.6 7.6.0 bis 7.6.4 Upgrade auf 7.6.5 oder höher
FortiProxy 7.4 7.4.0 bis 7.4.11 Upgrade auf 7.4.12 oder höher
FortiProxy 7.2 und 7.0 alle Versionen Umstieg auf eine korrigierte Version
FortiSwitchManager 7.2 7.2.0 bis 7.2.7 Upgrade auf 7.2.8 oder höher
FortiSwitchManager 7.0 7.0.0 bis 7.0.6 Upgrade auf 7.0.7 oder höher

Mittelschwer und ausgenutzt

Fortinet bewertet die Schwere der Schwachstelle mit „Medium“. Der Score fällt moderat aus, weil der Angreifer bereits angemeldet sein und weitreichende Rechte haben muss. Dennoch warnt Fortinet mit „Known Exploited: Yes“, dass die Sicherheitslücke bereits für Angriffe genutzt wird, und die CISA hat die Schwachstelle am 16. Oktober in ihren KEV-Katalog aufgenommen. Seit wann Angreifer sie ausnutzen und wie sie an die Adminrechte kommen, teilt der Hersteller nicht mit.

Wer nicht sofort aktualisieren kann, kann den virtuellen Patch „FG-VD-59270.0day“ einspielen, der seit dem Update 25.120 der FMWP-Datenbank bereitsteht.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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