Studie von Keeper Security Zu viele Passwörter überfordern die Menschen!

Von Peter Schmitz 2 min Lesedauer

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62 Prozent der Menschen weltweit und 60 Prozent in der DACH-Region sind mit der Verwaltung zu vieler Passwörter, Konten und Logins überfordert. Gleichzeitig lassen sich viele Online-Nutzer auf riskante Verhaltensweisen wie unsichere Passwortweitergabe und -wiederverwendung ein, zeigt eine aktuelle Studie von Keeper Security.

Der aktuelle Report von Keeper Security zeigt eine hohe Diskrepanz zwischen Selbstvertrauen in der Cybersicherheit und dem tatsächlichen Umgang mit Passwörtern.(Bild:  Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com)
Der aktuelle Report von Keeper Security zeigt eine hohe Diskrepanz zwischen Selbstvertrauen in der Cybersicherheit und dem tatsächlichen Umgang mit Passwörtern.
(Bild: Vitalii Vodolazskyi – stock.adobe.com)

Viele Menschen sind bei ihren Cybersicherheits­praktiken und bei ihrem Passwortverhalten überaus selbstbewusst, melden Sicherheitsforscher von Keeper Security in der aktuellen Studie „Fortifying Cyber Resilience: Insights Into Global Cybersecurity Practices“. 85 Prozent der international und sogar 91 Prozent der in der DACH-Region Befragten sehen ihre Passwörter als sicher an. Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte zu, dass sie ihre Passwörter an andere weitergeben. Darüber hinaus sind 64 Prozent weltweit und 70 Prozent der in DACH Befragten von ihren Kenntnissen im Bereich Cybersicherheit überzeugt, obwohl global 41 Prozent ein Passwort mehrfach verwenden und 24 Prozent ihre Passwörter aufschreiben und damit ein erhöhtes Risiko eingehen. In DACH nutzen mit 34 Prozent etwas weniger ihre Passwörter mehrfach, dafür schreiben 27 Prozent ihre Zugangsdaten manuell auf.

Risiko bei der Passwortverwaltung

Riskante Praktiken bei der Passwortverwaltung unterstreichen die Diskrepanz zwischen dem weit verbreiteten Selbstvertrauen und dem tatsächlichen Stand der Cyberhygiene. Die Untersuchung zeigt, dass folgende gefährliche Methoden für die Verwaltung von Passwörtern am weitesten verbreitet sind:

  • Passwörter im Gedächtnis behalten (26 Prozent international, 8 Prozent in DACH)
  • Passwörter aufschreiben (24 Prozent international, 27 Prozent in DACH)
  • Speicherung der Passwörter in einem Browser oder einer Notiz-App auf dem Mobiltelefon (19 Prozent international, 15 Prozent in DACH)

Zudem werden Passwörter vielfach unter mehreren Personen geteilt. Die beliebtesten darunter sind:

  • Streaming-Dienste (34 Prozent international und in DACH
  • Shopping-Konten (22 Prozent international und in DACH)
  • Persönliche E-Mails (20 Prozent international, 16 Prozent in DACH)
  • Soziale Medien (16 Prozent international, 15 Prozent in DACH)
  • E-Mails bei der Arbeit/Schule (16 Prozent international, 17 Prozent in DACH)
  • Passwörter/Pins für Bankkonten (15 Prozent international und in DACH)
  • Produktivitätsplattformen für die Arbeit (13 Prozent international, 11 Prozent in DACH)

Hoher Aufklärungsbedarf

Während viele der Befragten ihre Passwörter als sicher wähnen, zeigt ihr Verhalten, dass ein großer Bedarf an geeigneten Tools und an umfassender Aufklärung besteht. Die Nutzung eines Passwortmanagers, die Erstellung sicherer und eindeutiger Passwörter für jedes Konto und die Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), wo immer sie verfügbar ist, können die persönliche Cybersicherheit erheblich verbessern.

Für die Verbesserung der Cyberhygiene ist es notwendig, über die Risiken der unsicheren gemeinsamen Nutzung und Verwaltung von Passwörtern noch mehr aufzuklären und Lösungen zur Stärkung der Cyberresilienz zu nutzen. Obwohl Branchenexperten und Cybersicherheits­behörden die Verwendung eines sicheren Passwortmanagers sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen empfehlen, zeigt die Studie von Keeper, dass weltweit nur 12 Prozent der Befragten dies tun. Passwortmanagern sind die entscheidende Komponente in der Cybersicherheit, um Online-Konten und Identitäten den nötigen Schutz zu bieten.

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