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Netzwerk-Schwachstellen finden Google Nogotofail und andere Security-Testing-Tools

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Stephan Augsten

Google nutzt ein Tool namens „Nogotofail“, um das eigene Netzwerk auf bekannte Schwachstellen zu testen. Das Werkzeug bekämpft vor allem Sicherheitslücken wie Heartbleed. Vor diesem Hintergrund gibt es aber noch andere Tools, mit denen sich Administratoren auseinandersetzen sollten.

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Mehrere große Web-Service-Anbieter stellen ihre eigenen Security-Testing-Werkzeuge zum Download bereit.
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(Bild: Archiv)

Nogotofail wurde vom Android-Sicherheitsteam entwickelt und steht der Allgemeinheit mittlerweile kostenlos zur Verfügung. Mit dem Tool will Google dafür sorgen, dass IT-Spezialisten die Webdienste und -Prozesse im Internet sicherer zur Verfügung stellen können. Hintergrund der Freigabe der Google-internen Anwendung sind drei Dinge:

  • 1. Aufdecken von Sicherheitslücken.
  • 2. Sicherstellen, dass Webdienste so sicher wie möglich konfiguriert sind.
  • 3. Verstehen, welcher Netzwerkverkehr beim Zugreifen auf Webdienste stattfindet.

Google Nogotofail lässt sich kostenlos über Github herunterladen. Damit Administratoren Netzwerke und Webseite auf Sicherheitslücken testen können, wird Linux benötigt. Außerdem müssen Administratoren Python 2.7 und pyOpenSSL ab Version 0.13 auf dem Server zur Verfügung haben. Zusätzlich nutzt das Tool auch IPTables auf dem Server. Ein Linux-Server ist also Voraussetzung.

Nogotofail nutzt Man-in-the-Middle-Attacken (MITM) auf Webseiten, Router und Rechnern im Netzwerk. Auch VPN-, Proxy- und Exchange-Server lassen sich testen. Im Grunde genommen gibt es keinerlei Einschränkungen, welche Dienste oder Betriebssysteme getestet werden. Das Tool überprüft, ob auf den Geräten und Webdiensten Sicherheitslücken vorhanden sind. Für die Nutzung sind allerdings einige Linux-Kenntnisse vonnöten.

Nogotofail kann alle mit dem Internet verbundenen Geräte auf Sicherheitslücken testen. Entwickler und Administratoren können also sicherstellen, dass interne Netze und mit dem Internet verbundene Geräte nicht durch gravierende Sicherheitslücken gefährdet sind. Daher ist der Einsatz vor allem in Netzwerken sinnvoll, in denen verstärkt auf die Zusammenarbeit mit dem Internet gesetzt wird.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist