Bericht von Trend Micro

Hackerangriffe auf IoT-Umgebungen nehmen zu

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Udo Schneider, Security Evangelist von Trend Micro
Udo Schneider, Security Evangelist von Trend Micro (Bild: Trend Micro)

Die Sicherheitsexperten von Trend Micro haben einen Bericht bezüglich der zunehmenden Hackerangriffe auf das Internet der Dinge (IoT) veröffentlicht.

Laut Trend Micro beschäftigen sich Cyberkriminelle weltweit derzeit mit der Frage, wie vernetzte Geräte angegriffen und für monetäre Zwecke genutzt werden können. Für diese Erkenntnis analysierten die Forscher Internetforen und -marktplätze im Untergrund, um aktuelle Verfahren kennenzulernen. Demnach liegt der Fokus der Aktivitäten auf dem Verkauf von Zugängen zu vernetzten Geräten wie Routern, Webcams und Druckern, die anschließend für Angriffe genutzt werden.

„Cyberkriminelle sind dabei, florierende Marktplätze für IoT-basierte Angriffe und Dienstleistungen zu schaffen“, erklärt Udo Schneider, Security Evangelist von Trend Micro. „Sie verfolgen dabei stets wirtschaftliche Interessen. Es ist zu erwarten, dass dieser Markt weiter wachsen wird, gerade vor dem Hintergrund anstehender technologischer Veränderungen wie 5G. Wir konnten zudem beobachten, dass Kriminelle zunehmend auch mögliche Angriffe auf industrielle Anlagen diskutieren. Unternehmen sollten sich deshalb darauf einstellen, ihre Industrie-4.0-Umgebungen zu schützen“, verdeutlicht er.

Privatanwender im Visier

In den meisten von Trend Micro entdeckten Konversationen und bereits betriebenen Geschäftsmodellen dreht es sich um Geräte für Privatanwender. Allerdings fanden sich auch Diskussionen, die das Entdecken und Kompromittieren vernetzter Industrieanlagen als Thema hatten. Im Fokus stehen dabei vor allem speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS). Wahrscheinlich sind hier Erpressungsversuche geplant, die das Stilllegen der Produktion androhen. Trend Micro sieht außerdem eine Zunahme von Toolkits, die Angriffe auf eine große Bandbreite von Consumer-IoT-Geräten gestatten. Für Angriffsgelegenheiten ist durch die stetige Zunahme an internetfähigen Geräten gesorgt, die auch von der 5G-Implementierung angetrieben wird. Die Sicherheitsexperten fordern die IoT-Hersteller deshalb dazu auf, bereits in der Entwicklungsphase Risiken zu minimieren.

Der vollständige Bericht „The Internet of Things in the Criminal Underground“ steht auf der Website von Trend Micro zum Download bereit.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46176653 / Internet of Things)