„Corporate Owned Personally Enabled“

Ist COPE das neue BYOD?

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Stephan Augsten

Markus Mönckemeyer ist Leiter IT-Projekte beim IT-Dienstleister Mod IT Services
Markus Mönckemeyer ist Leiter IT-Projekte beim IT-Dienstleister Mod IT Services (Bild: mod IT Services)

Der Trend „Bring your own Device“ bereitet wegen des einhergehenden Gerätewildwuchses vielen IT-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Laut Markus Mönckemeyer, Leiter IT-Projekte beim IT-Dienstleister Mod IT Services, wird in den USA zunehmend der COPE-Ansatz als Alternative diskutiert. Gegenüber IT-BUSINESS erläutert er die Unterschiede.

Dr. Stefan Riedl: Viele reden vom BYOD-Konzept, wenige vom Gegenvorschlag „COPE“ (Corporate Owned Personally Enabled), welches der IT-Dienstleister Mod IT propagiert, bei dem Sie als Leiter für IT-Projekte arbeiten. Bitte skizzieren Sie kurz, welche Ansätze sich da gegenüber stehen.

Markus Mönckemeyer: Die zentrale Frage, auf die beide Konzepte abzielen, ist: Wie können Unternehmen mobile Endgeräte sicher und effizient in die IT-Sicherheitsstrategie einbinden? Wir sprechen bereits seit Langem von BYOD, dabei gibt es mit COPE bereits den nächsten Schritt.

Bring Your Own Device heißt, der Arbeitnehmer bringt ein eigenes Gerät mit, das auf unterschiedliche Weise ins Firmennetz eingebunden wird. Im einfachsten Falle telefoniert er nur beruflich und geschäftlich damit, im komplexesten Falle nutzt er es für den Zugriff auf die Dateisysteme und wird vollkommen ins Netzwerk integriert.

Dabei stehen die IT-Abteilungen vor dem Problem: Wer leistet Support für dieses Wirrwarr an Gerätetypen? Wer ist für das Gerät verantwortlich? Hier setzt COPE an.

Riedl: Und wie?

Mönckemeyer: Nach COPE gehört das Endgerät dem Arbeitgeber, der Mitarbeiter kann es aber auch privat nutzen. Das Interessante an diesem Ansatz ist: Bevor das Gerät an die Mitarbeiter übergeben wird, hat das Unternehmen die „Herrschaft“ darüber.

Die Firma kann die aktuelle Sicherheitssoftware aufspielen, der Rest wird vom Beschäftigten selbst bearbeitet. Das ermöglicht Kontrolle in ganz vielen Bereichen und auch eine Steuerung der eingesetzten Endgerätetypen.

Riedl: Wo kommt das Wording hinter dem COPE-Ansatz her und wo liegen seine Ursprünge, sprich: Wer hat´s erfunden?

Mönckemeyer: COPE wurde vom US-amerikanischen Analysten Philippe Winthrop ins Gespräch gebracht. Er ist Experte im Bereich Enterprise Mobility, Blogger, Redner und Gründer der The Enterprise Mobility Foundation.

Winthrop schrieb im vergangenen Jahr einen Artikel über den alternativen Umgang mit der Consumerization in der IT, also mit der Vermischung der privaten und beruflichen Welt. In Deutschland ist der Begriff noch nicht angekommen. Dabei zieht er die Konsequenz aus BYOD.

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