Das alte Notfallhandbuch hat ausgedient

IT-Dokumentation aus einem Guss

15.01.2009 | Redakteur: Peter Schmitz

Ein Notfallhandbuch muss heute stark mit der IT-Dokumentation verzahnt sein und stellt kein isoliertes Dokument mehr dar.
Ein Notfallhandbuch muss heute stark mit der IT-Dokumentation verzahnt sein und stellt kein isoliertes Dokument mehr dar.

Dass ein Notfallhandbuch erforderlich ist, wissen alle. Und in vielen Firmen existiert auch eines. Allerdings genügt es im Notfall nicht aus irgendeinem Tresor ein „verstaubtes“ Dokument herauszuholen auf dem „Notfallhandbuch“ steht und das vor ein paar Jahren zuletzt angepasst wurde. Wie es richtig geht und wie man parallel dazu auch noch die restliche IT-Dokumentation in den Griff bekommt zeigt das Buch „Praxisbuch - IT-Dokumentation“ von Manuela und Georg Reiss.

Dass ein kaum gepflegtes „Notfallhandbuch“ seinen Zweck nicht erfüllen kann versteht sich von selbst. Es hat daher auch ganz praktische Gründe, dass Revisoren und Wirtschaftsprüfer bei einer Prüfung mittlerweile auf eine vollständige Notfalldokumentation bestehen, die neben dem Notfallhandbuch auch ein Notfallkonzept sowie Notfallpläne und Notfalltestdokumente enthalten muss. Wie aber sollte eine Notfalldokumentation aussehen, die den heutigen Ansprüchen genügt?

Nicht nur das BSI liefert ausführliche Erläuterungen zu den Erfordernissen an eine Notfalldokumentation. Wenn es nur darum gegangen wäre die Inhalte eines Notfallhandbuches zu beschreiben, hätte es des 384 Seiten starken „Praxisbuch - IT-Dokumentation“ von Manuela und Georg Reiss also nicht unbedingt bedurft.

Die Notfalldokumentation kann aber nicht isoliert von der Dokumentation des alltäglichen IT-Betriebes gesehen werden. Viele IT-Abteilungen tun sich auch heute noch mit der Frage schwer, wie der IT-Betrieb zu dokumentieren ist und welche Anforderungen dabei zu erfüllen sind. Genau hier setzt das Buch an. Die beiden Autoren umreißen zuerst einmal die Anforderungen an eine IT-Dokumentation aus gesetzlicher aber auch der Sicht der internen Revision sowie des Abschlussprüfers. Darauf bauen sie die einzelnen Bausteine einer kompletten IT-Dokumentation auf und geben Hilfestellungen zur Erstellung in Form von Praxistipps, einiger nützlicher Tools und vieler Beispiele und Checklisten.

In Bezug auf die Notfalldokumentation liefert das Buch Anregungen und Hinweise zum Aufbau einer Dokumentation für das Notfallvorsorge- und Notfallbewältigungsmanagement. Das Notfallhandbuch wird als modular aufgebautes Regelwerk betrachtet, das nicht nur alle wichtigen organisatorischen Notfallprozesse beschreiben muss, sondern auch Notfallszenarien und Notfallpläne für die einzelnen Systeme sowie Wiederanlaufpläne und Geschäftsfortführungspläne beinhalten sollte. Dabei werden die erforderlichen Inhalte nicht nur beschrieben, sondern anhand von Business Maps in eine exemplarische Gliederung eingebunden.

Wertvoll wird das nur 39,95 Euro teure Buch durch die Darstellung des Zusammenspiels der Dokumentation für die verschiedenen Bereiche. Es macht deutlich, das ein funktionsfähiges Notfallhandbuch sehr stark mit der IT-Dokumentation verzahnt sein muss und kein isoliertes Dokument mehr darstellt. Über den Aspekt des Notfallhandbuchs hinaus wird eine in sich schlüssige Zusammenstellung von Dokumentationsbausteinen vom Projekt über den Betrieb bis zum Notfallmanagement vorgestellt – sozusagen eine IT-Dokumentation aus einem Guss. Und mit Hilfe der auf der mitgelieferten CDROM enthaltenen Business Maps kann der im Buch dargestellte modulare Aufbau der IT-Dokumentation anschaulich nachvollzogen werden.

Das 384 Seiten umfassende „Praxisbuch - IT-Dokumentation“ (ISBN: 978-3-8273-2681-2) gibt es ab sofort beim Verlag Addison Wesley für 39,95 Euro.

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