Europäischer Datenschutztag 2018

IT-Sicherheit und Privatsphäre für alle

| Redakteur: Peter Schmitz

Ziel des seit 2007 jährlich begangenen Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren.
Ziel des seit 2007 jährlich begangenen Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren. (Bild: Pixabay / CC0)

Am 28. Januar ist der europäische Datenschutztag. Der Aktionstag wurde auf Initiative des Europarates ins Leben gerufen, um die Bürger für Datenschutz zu sensibilisieren. Mittlerweile werben Online-Services mit digitaler Sicherheit um die Nutzergunst, denn der Sicherheitsgedanke in der Bevölkerung wächst.

Istvan Lam, Mitgründer und CEO von Tresorit.
Istvan Lam, Mitgründer und CEO von Tresorit. (Bild: Tresorit)

Ziel des Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren. Drei Experten sprechen bei uns über den Datenschutz 2018 und wie sowohl die Wirtschaft als auch Gesellschaft den Anforderungen auch hinsichtlich der EU-DSGVO gerecht wird.

Istvan Lam, Mitgründer und CEO, vom verschlüsselten Cloud-Speicher Tresorit meint: „2018 ist für mich aufgrund der EU-DSGVO das Jahr der Privatsphäre – zumindest in Europa. Die neue Verordnung bringt bahnbrechende Veränderungen im Datenschutz. Für Konsumenten bedeutet sie die Anerkennung ihrer eigentlich selbstverständlichen Datenschutzrechte. Für Unternehmen ist sie ein strenges EU-weites Rahmenwerk und garantiert, dass diese Rechte in allen täglichen Abläufen mitgedacht werden. Das wird für Unternehmen allerdings nicht so einfach. Da Daten inzwischen zum wichtigsten Gut geworden sind, sollten Datentransaktionen genauso gut dokumentiert werden wie Unternehmensfinanzen. Zudem erkennt die EU langsam an, dass Hintertüren in Verschlüsselung inakzeptabel sind. Wer eine Tür für die ‚Guten’ offen lässt, baut auch ein Einfallstor für Hacker und gefährdet damit die Sicherheit aller“.

Dr. Andy Yen, Gründer von ProtonMail.
Dr. Andy Yen, Gründer von ProtonMail. (Bild: ProtonMail)

„Mit der steigenden Digitalisierung der globalen Marktwirtschaft steigt das Bedürfnis nach digitaler Sicherheit und Privatsphäre. Verschlüsselung hat sich dabei als verlässliches Instrument erwiesen, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden“, sagt Dr. Andy Yen, Gründer von ProtonMail, dem Schweizer Anbieter für verschlüsselte E-Mails. „Hierbei spielen insbesondere neue, sichere Technologien, wie z.B. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine wichtige Rolle, da diese den Schutz der eigenen, sensiblen Daten selbst im Falle einer Serverkompromittierung gewährleisten. Diese Privacy-by-Design-Architektur ist ein Schlüsselaspekt, um die Anforderungen der EU-Datenschutzgrundverordnung zu erfüllen."

Alan Duric, CTO/COO und Mitgründer von Wire.
Alan Duric, CTO/COO und Mitgründer von Wire. (Bild: Wire)

Alan Duric, CTO/COO und Mitgründer von Wire prognostiziert: „Die digitale Privatsphäre und Sicherheit ist essenziell und muss endlich in den unsichtbaren Bereichen unseres Alltags Einzug finden. Endverbraucher und Unternehmen sollten nicht mehr dazu angehalten sein, aktiv über Datenschutz nachzudenken und sich Sorgen zu machen. Es liegt also an den Services das Grundgerüst digitaler Sicherheit zu stellen. Dieses Jahr wird ein aufregendes, denn die EU-DSGVO sorgt dafür, dass Unternehmen den Schutz der digitalen Privatsphäre ernster nehmen als jemals zuvor. Neben Wire, ProtonMail und Tresorit gibt es schon einige vielversprechende, sichere Lösungen, die mittels Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und dem Privacy-by-Design-Gedanken Datenschutz-konforme Grundlagen für das Jahr 2018 und darüber hinaus bieten. Europa ist von nun an Vorbild im Bereich der digitalen Privatsphäre, ich bin mir sicher, dass die EU-DSGVO für ein weltweites Umdenken im privaten und geschäftlichen Bereich führt“.

Unternehmen machen es vor und prägen auf diese Weise die Wünsche und Anforderungen der europäischen Bürger. Die EU-DSGVO ist dabei die größte Herausforderung im Jahr 2018 für Unternehmen, letztendlich werden die Effekte weitreichend sein. An Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Privacy-by-Design führt dabei scheinbar kein Weg vorbei, um die Gesellschaft nachhaltig für vertraulichen Datenschutz zu sensibilisieren.

Anlässlich der kommenden EU-DSGVO und den Folgen für Unternehmen lädt Wire am 31. Januar in Berlin zu einer Informationsveranstaltung, inklusive Panel Diskussion ein. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem der Datenschutzexperte und EU-Parlamentarier Jan Philipp Albrecht, der Global Privacy Counsel von Here Technologies Philip Fabinger, die Präsidentin der European Women Lawyer Association Katharina Miller, der Tech-Journalist David Meyer und Alan Duric CTO/COO und Mitgründer von Wire.

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