BSI appelliert an Chefetage In 8 Schritten zum Security-Awareness-Programm

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Zu den größten Sicherheitsrisiken für Unternehmen zählen dem BSI zufolge ungeschulte Mitarbeiter. Deshalb sollten Führungskräfte das Bewusstsein für IT-Sicherheit vorleben und ein Awareness-Programm entwickeln, das auf verschiedene Zielgruppen eingeht.

Um die Cyberresilienz ihres Unternehmens zu stärken, sollten Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen.(Bild:  jamesteohart - stock.adobe.com)
Um die Cyberresilienz ihres Unternehmens zu stärken, sollten Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen.
(Bild: jamesteohart - stock.adobe.com)

Mit der Publikationsreihe „Management Blitzlicht“ will das Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die deutschen Chefetagen über aktuelle Themen der Cybersicherheit informieren und somit ihre Awareness stärken. In der aktuellen Ausgabe „Awareness stärken – Risiken minimieren“ geht es um den Sicherheitsfaktor Mensch.

Security Awareness ist Chef-Aufgabe

Als eine der größten Schwachstellen in der Informationssicherheit bezeichnet das BSI den Menschen. Grund dafür sind Social-Engineering-Angriffe. Besonders ungeschultes Personal stelle eine Herausforderung dar, die das Management jedoch selbst bewältigen könne. Als Werkzeug empfiehlt das Bundesamt der Chefetage effektive Trainings sowie das richtige Wissen. Unternehmen sollen ihre Teams als wesentlichen Bestandteil der Sicherheitsstrategie integrieren und sie in die Gesamtstrategie des Unternehmens miteinbeziehen.

Dazu gehört die offene Kommunikation über die Relevanz von Sicherheitsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen sowie die Verantwortung jedes Einzelnen – auch über die IT-Abteilung hinaus. „Investieren Sie langfristig in die Sicherheit Ihres gesamten Unternehmens, indem Sie kontinuierlich das Informationssicherheitsbewusstsein Ihrer Mitarbeitenden schärfen. Der Sicherheitsfaktor Mensch spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Cyberangriffen. Geschultes Personal und eine sensibilisierte Belegschaft sind genauso relevant wie technische Maßnahmen. Informationssicherheit betrifft alle Ebenen des Unternehmens, von der Geschäftsführung bis zu den Mitarbeitenden in jeder Abteilung“, heißt es im Management Blitzlicht.

Cyber-Awareness-Programm in 8 Schritten

Führungskraft sollten dem BSI zufolge die Initiative ergreifen und IT-Sicherheit vorleben. Dazu gehöre es, sich strikt an die eigenen Sicherheitsmaßnahmen zu halten, was zudem die Motivation der Mitarbeitenden erhöhe. Die European Union Agency for Cybersecurity (ENISA) hat acht Schritte definiert, die Unternehmen helfen sollen, ein eigenes Awareness-Programm zu entwickeln:

  • 1. Sensibilisierungsziele ermitteln
  • 2. Finanzielle Mittel sicherstellen
  • 3. Personelle Ressourcen sicherstellen
  • 4. Zielgruppen identifizieren
  • 5. Passende Methoden für die Zielgruppen wählen
  • 6. Zeitplan erstellen
  • 7. Mit der Durchführung starten
  • 8. Programm evaluieren und überarbeiten

Um das Bewusstsein für Cybersicherheit im Unternehmen zu verankern, empfiehlt das BSI:

  • Kontinuierliche Fortbildung, wobei die Inhalte der Trainings und Schulungen variieren können. Sie sollten jedoch regelmäßig wiederholt werden. Außerdem seien Informationen, die in kleinen Paketen vermittelt werden, oft effektiver, als umfangreiche.
  • Gamification, Infotainment und Simulationen seien eine gute Möglichkeit, die verschiedenen Zielgruppen effektiv anzusprechen. Dies motiviere die Mitarbeitden und mache die Inhalte spannender. Unternehme sollten zudem einen Bezug zum Arbeitsalltag herstellen und konkrete Tipps und Vorgaben für die gewünschte Vorgehensweise geben.
  • Transparente Kommunikation ist da A und O. Das BSI empfiehlt, Regeln und deren Wichtigkeit immer wieder zu kommunizieren. Sicherheitsvorfälle und erfolgte Maßnahmen sollten intern ebenfalls transparent bekannt gemacht werden. Dazu gehöre auch, einen Weg für die Mitarbeitenden einzurichten, über den sie Vorfälle oder einen Verdacht unkompliziert und schnell melden können.
  • Eine positive Fehlerkultur ist laut BSI entscheidend, damit sich die Mitarbeitenden bei einem möglichen Cybersicherheitsvorfall an die Chefetage wendet und diesen zeitig meldet. Denn: Aus Fehlern lassen sich wertvolle Erfahrungen gewinnen.

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