Anti-Ransomware-Tag 2025 Jeder Tag ist Ransomware-Tag

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Der Anti-Ransomware-Tag ist ein Anlass für Unternehmen, Behörden und Organisationen, ihre Cyberresilienz zu hinterfragen. Denn Ransomware-Attacken sind nicht nur anhaltend präsent, sondern gefährlicher und gezielter denn je.

WannaCry infizierte über 230.000 infizierten Geräten in über 150 Ländern. Deshalb soll der Anti Ransomware Day als Appell an Unternehmen dienen, wie wichtig der Schutz von Daten ist.(Bild:  jamdesign - stock.adobe.com)
WannaCry infizierte über 230.000 infizierten Geräten in über 150 Ländern. Deshalb soll der Anti Ransomware Day als Appell an Unternehmen dienen, wie wichtig der Schutz von Daten ist.
(Bild: jamdesign - stock.adobe.com)

Der 12. Mai ist seit 2020 der internationale Anti-Ransomware-Tag. Ins Leben gerufen wurde er von Interpol als Erinnerung an den verheerenden Ausbruch der Ransomware WannaCry, die 2017 weltweit Hunderttausende Systeme lahmlegte.

Doch eigentlich ist jeder Tag Ransomware-Tag, Uli Simon, Director Sales Engineering bei Commvault. Schließlich könne es jeden Tag soweit sein, dass Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen von einer Cyberattacke betroffen sind und gegen die Ausbreitung von Malware ankämpfen müssen. Ransomware ist nach wie vor eine der beliebtesten Taktiken von Cyberkriminellen. Doch die Akteure sind längst nicht mehr nur auf Lösegelder aus, sondern wollen auch die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihre Taten lenken, Unternehmen gezielt handlungsunfähig machen und kritische Infrastrukturen stören. Immer öfter sind sie von politischen Motiven angetrieben.

Finanzielle Auswirkungen von Ransomware

Die Folgen eines Ransomware-Angriffs sind gravierend. Einer Commvault-Studie zufolge haben 28 Prozent der angegriffenen Unternehmen zwischen einer und fünf Millionen US-Dollar für die Entschlüsselung ihrer Daten an Erpresser bezahlt. Doch neben den Kosten, die Unternehmen für die Freigabe gestohlener Daten bezahlen, kommen auch finanzielle Schäden durch Betriebsausfälle, Reputationsverlust und möglicherweise gerichtlich auferlegte Strafen auf sie zu.

Cyberresilienz statt nur Prävention

Deshalb gehört zu einer effektiven Sicherheitsstrategie nicht nur die Prävention. Sondern auch die Vorbereitung auf den Ernstfall. Unternehmen müssen in der Lage sein, einen Cyberangriff schnell zu erkennen, einzudämmen und Auswirkungen zu minimieren. Ein Kernaspekt ist es hierfür, nicht in Silos zu denken. Denn Cyberkriminelle beginnen ihre Ransomware-Operationen immer häufiger mit gestohlen Anmeldedaten, mit denen sie sich lateral im Netzwerk ihrer Opfer bewegen und ihre Rechte erhöhen können. Deswegen reichen Einzelmaßnahmen nicht mehr aus, um sich zu schützen. Stattdessen sollten Unternehmen auf einen Sicherheitsansatz setzen, der Identitäten, Endpunkte und Cloud-Umgebungen abdeckt und zudem alle Mitarbeitenden und deren mögliche Fehlerquellen miteinbezieht.

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