Hotfix verfügbar Über 2.000 Sonicwall-Geräte von Zero-Day-Schwachstelle bedroht

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Eine kritische Zero-Day-Schwachstelle ermöglicht es Cyberangreifern unautorisierte Befehle auf verwundbaren SMA 1000 Firewalls von Sonicwall auszuführen. Der Hersteller stellt einen Workaround und Hotfix bereit.

Obwohl Sonicwall sehr schnell einen Patch für die von Microsoft entdeckte Sicherheitslücke veröffentlichte, konnte sie schon vorher von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Obwohl Sonicwall sehr schnell einen Patch für die von Microsoft entdeckte Sicherheitslücke veröffentlichte, konnte sie schon vorher von Cyberkriminellen ausgenutzt werden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Über eine kritische Zero-Day-Sicherheitslücke hat das Sicherheitsteam von Microsoft den Hersteller Sonicwall informiert. CVE-2025-23006 betrifft die SMA1000 Appliance Management Console (AMC) und die Central Management Console (CMC). Letztere ist ein zentrales Verwaltungstools für die Steuerung von Sicherheitslösungen des Herstellers. Und die AMC wird eingesetzt, um SMA-Appliances (Secure Mobile Access) zu verwalten und zu konfigurieren. Wie eine Analyse von Shodan, einem Anbieter, der das Internet nach öffentlichen IP-Adressen durchsucht, zeigt, sind 2.362 Sonicwall-Geräte online zugänglich und somit möglicherweise anfällig für eine Ausnutzung der Sicherheitslücke CVE-2025-23006 (CVSS Score 9.8). Die meisten dieser Geräte befinden sich Shodan zufolge in den USA, Deutschland und dem Vereinigten Königreich.

Sonicwall stellt dringend Hotfix bereit

Die entdeckte Schwachstelle beschreibt einen Fehler bei der Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten vor der Authentifizierung. Dieser Fehler kann es einem nicht authentifizierten Remote-Angreifer ermöglichen, Befehle auf verwundbaren SMA 1000 Firewalls auszuführen. Betroffen sind die SMA-Appliances der Version 12.4.3-02804 und niedriger. Die Firewalls von Sonicwall sowie die SMA 100 sind nicht betroffen.

Sonicwall stellte sehr schnell einen Patch für CVE-2025-23006 bereit. Die Cyberanalysten von Microsoft, die die Schwachstelle entdeckt haben, betonen, dass es für Nutzer der AMC und der CMC dringend notwendig sei, diesen zu installieren.

Und auch das BSI und die CISA warnen vor der kritischen Schwachstelle und verweisen auf das Sicherheitsupdate. Außerdem sollten Kunden, die die betroffenen Plattformen nutzen, den Zugriff auf diese einschränken.

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