JFrog entdeckt Malware auf Docker Hub Millionen Repositories sind mit bös­ar­tig­en Metadaten kompromittiert

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Aktuell gibt es groß angelegte Malware-Angriffe auf Docker Hub. Es sind anscheinend fast 3 Millionen Repositories betroffen, bei denen JFrog bösartige Metadaten gefunden hat.

Derzeit gibt es eine große Anzahl von malware-verseuchten Repositories auf Docker Hub.(Bild:  donald - stock.adobe.com)
Derzeit gibt es eine große Anzahl von malware-verseuchten Repositories auf Docker Hub.
(Bild: donald - stock.adobe.com)

Aktuelle Forschungen des Teams von JFrog haben bedeutende Sicherheitsmängel auf Docker Hub gefunden. Besonders alarmierend ist, dass etwa 20 Prozent der öffentlichen Repositories, also etwa rund drei Millionen, mit schädlichem Inhalt verseucht sind.

Repositories enthalten keine Images, sondern Malware

Die Analyse umfasst drei umfangreiche Malware-Kampagnen. Dies betroffenen Repositories enthalten keine ausführbaren Container-Images, sondern schädliche Metadaten. Docker Hub fungiert als zentrales Repository-System für Docker-Images, die zum Speichern und Teilen von containerisierten Anwendungen essenziell sind. Die Ergebnisse von JFrog zeigen jedoch, dass Millionen dieser Repositories überhaupt keine Docker Images enthielten, stattdessen aber bösartige Metadaten, vor allem in Form von HTML-Dokumentationen, die darauf abzielten, Benutzer auf Phishing- oder Malware-verbreitende Websites umzuleiten.

Es gab zum Zeitpunkt der Angriffe keine ausreichenden Tools zur automatischen Erkennung der eingebetteten bösartigen Inhalte. Das JFrog Sicherheitsteam wandte einen methodischen Ansatz an, um diese versteckten Bedrohungen aufzudecken, indem sie Veröffentlichungsmuster von Repositories analysierten und Anomalien identifizierten, die nicht den typischen täglichen oder wöchentlichen Aktivitätsmustern folgten.

Weiterführende Analysen ergaben mehrere unterschiedliche Malware-Kampagnen, einschließlich solcher, die SEO-optimierte Beschreibungen verwendeten, um Downloads für raubkopierte Inhalte oder Software anzubieten, und solcher, die kostenlose eBook-Downloads versprachen, die Benutzer jedoch auf Phishing-Seiten umleiteten. Eine Kampagne verwendete Repositories für SEO-Manipulationen.

Unternehmen sollten sich vorbereiten

Als Reaktion auf diese Entdeckungen sollten Unternehmen eine mehrschichtige Sicherheitsstrategie einführen, einschließlich strenger Überprüfungsprozesse. Die Entdeckung eines derart umfangreichen Missbrauchs von Docker Hub unterstreicht die Anfälligkeit von Softwareverteilungsplattformen für Cyberbedrohungen und verdeutlicht die Notwendigkeit robuster Sicherheitsprotokolle. Unternehmen müssen ihre Abhängigkeit von öffentlichen Repositories für Docker-Images überdenken und sich der potenziellen Risiken für ihren Betrieb und ihren Ruf bewusst sein.

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