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Moderne Technik zur Schadcode-Abwehrauch für KMU nutzbar Mehr Malware-Schutz mit Webfiltern

| Autor / Redakteur: Björn Bongardt / Peter Schmitz

Kleinere und mittelgroße Unternehmen müssen aufgrund der rasanten Zunahme manipulierter Webseiten den Schutz des Firmennetzes vor Malware überdenken. Als Ergänzung des bestehenden Basisschutzes aus Antiviren-Produkt und Firewall bieten sich Webfilter-Dienste an. Sie beanspruchen beim Anwender so gut wie keine Ressourcen und sorgen mit ausgefeilter Erkennungstechnologie und aktuellen Informationen aus der Cloud für die zuverlässige Erkennung der Gefahren aus dem Web.

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Mit Webfilter-Diensten können auch kleine Unternehmen ihren Datenverkehr, zusätzlich zum Firmeninternen Schutz, auch extern auf mögliche Malware durchsuchen lassen.
Mit Webfilter-Diensten können auch kleine Unternehmen ihren Datenverkehr, zusätzlich zum Firmeninternen Schutz, auch extern auf mögliche Malware durchsuchen lassen.
(Bild: Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com, Norman)

Obwohl die Unternehmensnetze flächendeckend mit Antiviren- und Antispam-Lösungen abgesichert werden, hat das Thema Virenschutz nicht an Brisanz verloren. Der Einsatz der Schutzprodukte hat dazu geführt, dass sich die Verbreitung von Schadcode auf Webseiten verschoben hat.

Die weitaus meisten Malware-Infektionen in Deutschland erfolgen nicht mehr über E-Mails, sondern durch manipulierte bestehende Webseiten oder Seiten, die ausschließlich zum Zweck der Malware-Verbreitung erstellt wurden. Der Angriff geht häufig unbemerkt vonstatten, beispielsweise bei Recherche-Arbeiten auf legitimen Seiten oder als Mitbringsel aus der Mittagspause vom bevorzugten News-Portal, und benötigt keine Mitwirkung des Nutzers. Bei Drive-by-Downloads ist die Infektion nicht zu vermeiden; umsichtiges Nutzerverhalten im Web schützt in diesem Fall nicht, nur Technik.

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URL-Filter für den Malware-Schutz

Sicherheitsunternehmen erfassen täglich mehr als 200.000 neue Schadcodes. Allein die schiere Menge neuer Malware stellt herkömmliche Virenschutzlösungen vor erhebliche Herausforderungen. Es sind also zusätzliche Tools erforderlich, die die Angriffe aus dem Web mit höherer Zuverlässigkeit abwehren können.

In großen Unternehmen übernehmen leistungsfähige Next-Generation-Firewalls diese Aufgabe. Allerdings liegen sie vom sowohl Preis als auch vom Aufwand und Know-how für die Administration deutlich außerhalb dessen, was kleinere und mittelgroße Unternehmen für den Schutz ihres Netzwerkes bereitstellen können.

Die in KMUs eingesetzten kleineren und preisgünstigeren Firewalls lassen sich zwar zusätzlich mit Filter-Funktionalität ausstatten, bieten jedoch nur begrenzte Hardware-Ressourcen, die ihre Nutzbarkeit für die Filterung einschränken, und verursachen einen hohen Anpassungsaufwand, der auf die Dauer ins Geld geht. Außerdem wird URL-Filterung für Firewalls häufig als Package angeboten, das auch überflüssige Funktionen enthält.

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