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Change Your Password Day Mitarbeiter sind bei der Passwortsicherheit allein

| Redakteur: Peter Schmitz

Obwohl viele Unternehmen mittlerweile wissen, wie kritisch schlechtes Passwortmanagement sein kann, spielen bei der Entscheidung für eingesetzte Technologien ihre Funktionalität sowie die IT-Richtlinien eine größere Rolle als die Bedürfnisse der Menschen, die sie nutzen. Das zeigt eine neue Studie, für die Hunderte IT-Führungskräfte und Mitarbeiter weltweit befragt wurden.

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Nach einer neuen Studie von LastPass haben fast 75 Prozent der europäischen IT-Führungskräfte keine Kontrolle über die Passwortsicherheit in ihren Unternehmen.
Nach einer neuen Studie von LastPass haben fast 75 Prozent der europäischen IT-Führungskräfte keine Kontrolle über die Passwortsicherheit in ihren Unternehmen.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Die vom Marktforschungsinstitut Ovum im Auftrag von LogMeIn durchgeführte Studie ergab unter anderem, dass 73 Prozent der europäischen IT-Führungskräfte keine Kontrolle über alle Cloud-basierten Anwendungen haben, die von ihren Mitarbeitern genutzt werden. LogMeIn hat 2015 das Unternehmen LastPass mit seinem beliebten Online-Passwortmanager gekauft. Die meisten Unternehmen sind sich zwar bewusst, dass es ihnen diesbezüglich an Transparenz und Kontrolle mangelt. Doch die Mehrheit unternimmt wenig bis gar nichts, um die Situation zu ändern.

Mehr als die Hälfte der befragten IT-Führungskräfte verlässt sich darauf, dass die Mitarbeiter ihr Passwortverhalten eigenständig überwachen. Dabei gaben 76 Prozent der in Europa befragten Mitarbeiter an, dass sie regelmäßig Probleme mit der Verwendung von Passwörtern haben. Gut ein Drittel der europäischen Anwender benötigt mindestens einmal im Monat Support vom Helpdesk. Durch diese Diskrepanz zwischen IT-Richtlinien und menschlichem Verhalten schaffen sich Unternehmen oft selbst gravierende Sicherheitslücken – und das, obwohl 69 Prozent der europäischen Angestellten sagen, dass sie gerne ein Tool für Passwort-Management verwenden würden, sofern ihr Unternehmen eine Lösung dafür anbieten würde.

Die Passwort-Studie zeigt auch, dass durch die fehlende Kontrolle der IT-Verantwortlichen zu viel Verantwortung auf den Mitarbeitern lastet. 62 Prozent der europäischen IT-Führungskräfte verlassen sich zur Durchsetzung starker Passwörter ausschließlich auf die Schulung ihrer Mitarbeiter. Diese sind dann auf sich allein gestellt – ohne eine Technologie zur Hand zu haben, die es ihnen ermöglicht, ausreichend sichere Passwörter zu kreieren und die gegebenenfalls bei Verstoß gegen die IT-Richtlinien eingreift.

Ein großes Problem ist auch: Nach wie vor verwalten viele Unternehmen die Passwörter ihrer Mitarbeiter von Hand. In vier von zehn Unternehmen verwalten die europäischen IT-Verantwortlichen die Benutzerkennwörter für Cloud-Anwendungen noch immer von Hand. Außerdem können Passwörter zu einfach untereinander geteilt werden. Auf die Frage, wie unnötiges Austauschen von Passwörtern vermieden werden kann, antworteten 63 Prozent der europäischen IT-Verantwortlichen, dass hierfür keine spezielle Technologie vorhanden sei. Nur 14 Prozent verfügen über automatisierte Kontrollmechanismen, um darüber in Kenntnis gesetzt zu werden. Entwarnung gibt es zumindest für den deutschen Raum: Unter den deutschen Befragten war niemand, der angab, sein Passwort mit anderen zu teilen.

Der mangelnde Einsatz moderner Login-Technologie erschwert die Verwendung sicherer Passwörter. In vielen Unternehmen werden Probleme bei der Passwortverwendung durch das Fehlen von Single Sign-On-Optionen (SSO) verschärft. Ganze 61 Prozent der in Europa befragten Unternehmen verfügen nicht über SSO.

„In vielen Fällen basiert die Passwortverwaltung eines Unternehmens zu sehr auf manuellen Prozessen. Außerdem wird viel zu häufig darauf vertraut, dass Mitarbeiter starke Passwörter nutzen“, sagt Matt Kaplan, General Manager bei LastPass. „Menschliches Fehlverhalten und der mangelnde Einsatz von Technologien, die das Einhalten der IT-Richtlinien sicherstellen, führen dazu, dass Unternehmen unnötigerweise durch schwache oder untereinander geteilte Passwörter gefährdet werden. Um ihre allgemeine Sicherheit deutlich zu verbessern, müssen sich Unternehmen darauf konzentrieren, diese beiden Hürden zu nehmen.“

„Diese Studie zeigt ganz klar, dass es dringend notwendig ist, die Sicherheitslücke bei Passwörtern zu schließen“, ergänzt Andrew Kellett, Principal Analyst Infrastructure Solutions bei Ovum. „Viel zu viele Unternehmen überlassen ihren Mitarbeitern die Verantwortung für das Passwort-Management und verfügen nicht über automatisierte Passwortmanagement-Technologien, um zu sehen, wann etwas schief läuft.“

Zur Studie und Methode: Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut Ovum erstellt. Die Untersuchung und Analyse basieren auf von Ovum erhobenen Originaldaten. Hierfür befragte Ovum im August 2017 355 IT-Führungskräfte und 550 Mitarbeiter in 13 vertikalen Märkten in den drei wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt (Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik).

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