Eine neue, recht einfache, aber effektive Ransomware wurde von Security-Analysten untersucht. Helldown ziele vor allem auf Zyxel-Firewalls ab. Bisher gibt es aber keine Information von Zyxel über die Schwachstelle, die die Kriminellen bei den untersuchten Fällen ausgenutzt haben.
Für einen von Cyberforschern untersuchten Fall, bei dem die Akteure Zyxel-Firewalls als Einstiegspunkt nutzten, gibt es keinen dokumentierten CVE.
Am 31. Oktober 2024 entdeckte ein X-User namens „TuringAlex“ erstmals eine Linux-Variante von Helldown. In diesem Fall zielte sie auf einen VMware-ESX-Server ab.
VT 0 detections, 🧐. Looks like we’ve got ourselves an #ELF edition of #Helldown#Ransomware at #IOC 78.46.194[.]43/e.dat, zeroing in on VMware virtual platforms. It’s going for .vmdk, .vswp, .log, .vmem, .vmsn, and .vmx files. Stay vigilant!⏰⏰ @Xlab_qaxpic.twitter.com/hpyLhTK47o— Alex. Turing (@TuringAlex) October 31, 2024
Innerhalb von drei Monaten hätten die Cyberkriminellen von Helldown 31 Unternehmen angegriffen, darunter Zyxel. Mindestens acht der Unternehmen, die Helldown auf ihrer Data Leak Site veröffentlicht hat, haben Sekoia zufolge zum Zeitpunkt ihrer Kompromittierung Firewalls von Zyxel als IPSec-VPN-Zugangspunkte verwendet. Ende September 2024 meldeten dann mehrere Nutzer im Zyxel-Forum, dass Firewalls des Herstellers mit der Firmware V5.38 kompromittiert wurden. Damit wurde die Sicherheitslücke CVE-2024-42057 in Verbindung gebracht, die in einigen Firewalls von Zyxel bestand und Anfang September mit einem Hersteller-Patch geschlossen wurde. Der Risikograd von CVE-2024-42057 wird als hoch eingestuft, da sie es einem Angreifer ermöglicht, Schadcode ohne Authentifizierung auszuführen, wobei allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Für diese oder andere aktuelle Zyxel-Schwachstellen ist den Analysten zufolge jedoch kein öffentlicher Exploit-Code verfügbar. Deshalb schließen sie aus, dass Helldown eine der bekannten Sicherheitslücken ausnutzt.
Zwei der kompromittierten Zyxel-Kunden hätten nach dem Vorfall ihre Zyxel-Firewalls gegen andere Marken ausgetauscht. Auch das Threat Intelligence Team von Truesec hat den Cyberangriff auf Zyxel beobachtet und konnte feststellen, dass Helldown sich über die Zyxel-Firewalls Zugang auf die Systeme ihrer Opfer verschaffte.
Ransomware nutzt undokumentierte Schwachstellen aus
Die Helldown-Ransomware sei relativ einfach, schließen die Analysten von Sekoia ihren Bericht. Dennoch hat die Gruppe bisher große Erfolge verzeichnet und viele Unternehmen angegriffen. Das liegt den Forschern zufolge daran, dass die Cyberkriminellen Zero-Day-Schwachstellen ausnutzen und sich damit sehr effektiv Zugriff auf ihre Zielsysteme erschleichen.
Eine Schwachstelle in einer Zyxel-Firewall, die von einem Nutzer gemeldet wurde, stimme mit der von Truesec dokumentierten Helldown-Vorgehensweise überein. Allerdings findet sich hierzu kein dokumentierter CVE bei Zyxel. Gegenüber Sekoia habe Zyxel erklärt, dass der gemeldete Fehler mit dem neuesten Firmware-Update behoben worden sei. Für eine ordnungsgemäße Referenzierung ist es wichtig, dass Hersteller Informationen zu entdeckten Schwachstellen bereitstellen, was hier nicht der Fall ist. Zyxel sollte dahingehend nachbessern, um Klarheit und Sicherheit für die Kunden zu schaffen.
Die X-Accounts „ReyBreached“ und „grepcn“ wurden gesperrt.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)
Wer hinter der Helldown-Ransomware steckt ist bisher noch unklar. Nachdem Anfang November 2024 Schneider Electric Opfer von Ransomware wurde, untersuchten Forscher eine mögliche Verbindung zwischen Helldown und der Hackergruppe Hellcat. Diesen Vermutungen gingen auch die Analysten von Sekoia nach, konnten jedoch keine Beweise dafür finden. Zudem hätten die X-Nutzer „grepcn“ und „ReyBreached“ auf der Plattform behauptet, Hellcat anzugehören und sich von Helldown abgegrenzt. In ihren Profilbeschreibungen hätten beide Nutzer den Link zur Data-Leak-Webseite von Hellcat verlinkt. Mittlerweile sind beide Profile von X gesperrt worden.
Stand: 08.12.2025
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