NIS 2 zeigt Wirkung Drei Viertel der Geschäftsführungen fühlen sich für IT-Sicherheit zuständig

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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NIS 2 macht Cybersicherheit merklich zur Führungsaufgabe. Laut der G Data Studie Cybersicherheit in Zahlen fühlen sich 77 Prozent der Geschäftsführer verantwortlich, während das Verantwortungsgefühl in tieferen Ebenen deut­lich abnehme.

Durch die Umsetzung von NIS 2 und des Cyber Resilience Acts hat das Thema IT-Sicherheit mehr Bewusstsein auf strategischer Ebene erhalten.(Bild: ©  EDA - stock.adobe.com)
Durch die Umsetzung von NIS 2 und des Cyber Resilience Acts hat das Thema IT-Sicherheit mehr Bewusstsein auf strategischer Ebene erhalten.
(Bild: © EDA - stock.adobe.com)

Spätestens mit NIS 2 wird Cybersicherheit in deutschen Unternehmen zur Führungsaufgabe. Einer Studie von G Data nach fühlen sich 77 Prozent der Geschäftsführungen in Deutschland persönlich sehr stark für die IT-Security ihres Unternehmens verantwortlich. Das ist ein zen­tra­les Ergebnis der aktuellen Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G Data, Statista und Brand eins. Die Umfrage zeige aber auch: Ein Großteil der Mitarbeitenden weiß nicht, inwieweit sie persönlich für IT-Sicherheit im Unternehmen zuständig sind und dass mit sinkender Hier­archieebene das Verantwortungsgefühl deutlich abnehme.

NIS 2 macht Geschäftsführung für IT-Sicherheit haftbar

Während NIS 2 die strategische Verantwortung eindeutig auf der Leitungsebene verortet, gibt es G Data nach innerhalb von Unternehmen ein deutliches Gefälle. Das persönliche Pflichtgefühl für IT-Sicherheit sei eng an die Hierarchie gekoppelt. Geschäftsführungen würden sich stark verantwortlich für die Cybersicherheit fühlen, gefolgt von drei von fünf Bereichsleitungen, knapp der Hälfte der Abteilungsleitungen und 41 Prozent der Teamleitungen. Diese zeige die Intensität des Verantwortungsgefühls folgt der jeweiligen Führungsrolle. Vor dem Hintergrund regulatorischer Entwicklungen, wie der NIS-2-Richtlinie oder dem Cyber Resilience Act (CRA), lasse sich ein gestärktes Verantwortungsbewusstsein insbesondere auf strategischer Ebene erkennen.

„Die NIS-2-Richtlinie zeigt Wirkung: Cybersicherheit ist heute klar als Führungsaufgabe in den Chefetagen angekommen“, sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G Data. „Jetzt müssen wir dieses Verantwortungsbewusstsein konsequent ins gesamte Unternehmen tragen – denn echte Cyberresilienz entsteht erst, wenn jede und jeder Einzelne IT-Sicher­heit als Teil der eigenen Aufgabe versteht.“

Sicherheitskultur in Unternehmen ist ausbaufähig

Grundsätzlich sei das Bewusstsein für die Bedeutung von IT-Sicherheit vorhanden. Es ergebe sich ein dreiteiliges Bild: Ein Drittel der Mitarbeitenden habe angegeben, sich nur teilweise zuständig zu fühlen. 34 Prozent der Befragten würden sich eher stark bis sehr stark zuständig für IT-Security fühlen. Ein weiteres Drittel fühle sich nur gering oder gar nicht verantwortlich. Während Führungskräfte ihre Rolle klar definieren würden, zeige sich bei Mitarbeitenden ohne Führungsposition, dass fast ein Viertel sich sehr stark verantwortlich fühle, 43 Prozent jedoch gar nicht.

Für Unternehmen zeigt sich G Data nach hier eine klare Chance. Das bereits stark ausgeprägte Verantwortungsbewusstsein im Management könne als Hebel genutzt werden, um IT-Sicher­heit noch konsequenter als Teil der Unternehmenskultur zu etablieren. Cyberresilienz entstehe nicht allein durch technische Maßnahmen oder Richtlinien. Sie entwickele sich, wenn Be­schäf­tig­te ihre eigene Wirksamkeit erkennen, etwa beim Umgang mit Phishing-Mails, bei der Nut­zung sicherer Passwörter oder beim Melden verdächtiger Vorfälle.

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