Security-Tools – Cain & Abel bietet Password-Recovery-Funktionen

Passwörter aller Art aufspüren, knacken und wiederherstellen

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Passwort-Recovery und -Cracking mit Cain

Aufgrund der vielfältigen Optionen von Cain greifen wie hier nur zwei exemplarisch heraus, die zeigen sollen, wie unkompliziert und schnell sich Passwörter bestimmen lassen. Um unverschlüsselt gespeicherte Passwörter auszulesen (Outlook POP3, Internet Explorer, Auto-Vervollständigung u.a.), wählen Sie „Decoders“, markieren „Protected Storage“, und klicken auf das blaue Pluszeichen in der Werkzeugleiste.

Um ein verschlüsselt gespeichertes Passwort zu knacken, klickt man auf „Cracker“ und wählt linker Hand den zu dechriffrierenden Hash (z.B. LM & NTLM Hashes, PWL files, Cisco PIX-MD5 Hashes, MSSQL Hashes und viele andere mehr). Nach einem Klick auf das blaue Pluszeichen werden die Hashses importiert (entweder direkt durch das Programm, so bei Konto-Passwörtern, oder aus einer anzugebenden Datei, z.B. bei 802.11 Captures). Die vorhandenen Hashes lassen sich dank per Kontextmenü behandeln: Brute-Force-Attacken, Dictionary-Attacken, und – soweit sinnvoll – Attacken per Rainbow Tables stehen zur Verfügung.

Dumping-, Spoofing- und Abhör-Mechanismen von Cain

Cain & Abel bietet viel mehr Features, als man im Einzelnen besprechen könnte. Zumindest erwähnt seien die verschiedenen Dumping-Funktionen (Netwerk, WLAN), das Auslesen von LSA Secrets, das Abhören von Netzwerken via ARP-Spoofing (d.h. Fälschen von Netzwerkpaketen, sodass Verkehr im Netzwerk über den Angreifer umgeleitet wird). Letztere Funktion erlaubt auch das Mitschneiden von Voice-over-IP-Gesprächen und Angriffe gegen SSL.

Abel, das kleine Zusatzprogramm, erlaubt dem Cain-Nutzer Konsolenzugriff auf den Remote-Rechner: Innerhalb des Cain-Fensters kann er eine Kommandozeile auf dem Abel-Computer öffnen. Zudem lassen sich Hashes, LSA Secrets, Routes und die TCP/UDP-Tabellen auslesen.

Fazit

Jeder Security-Spezialist sollte Cain & Abel installiert haben und stets im Hinterkopf behalten, dass jeder potenzielle Angreifer genauso leicht an die Software gelangen kann. All die oft wiederholten Sicherheitsratschläge haben einen sehr realen Hintergrund, wovon man sich selbst und andere mit Cain & Abel überzeugen kann. Einen unvorsichtigen Benutzer könnte es z.B. sehr beeindrucken, wenn Cain & Abel sein Passwort dank Dictionary-Attacke in wenigen Augenblicken auffindet.

Administratoren können Cain & Abel ferner als Schweizer Offiziersmesser verwenden, das alle derzeit aktuellen Angriffsformen bündelt. So lässt sich bequem die Sicherheit des eigenenn Netzwerks testen. In diesem Fall sei aber unbedingt das genaue Studium der Dokumentation zu Cain & Abel angeraten (www.oxid.it/ca_um), denn leicht übersieht man in der GUI manche der vielfältigen Möglichkeiten des Programms.

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