Sensible Informationen sicher schützen

Passwort Manager für mehr Sicherheit

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Integrierte Sicherheit - die Verwaltungssysteme der Browser

Neben den dedizierten Passwort-Programmen bietet mittlerweile jeder aktuelle Browser eine integrierte Verwaltung für Passwörter. Das mag auf den ersten Blick praktisch genug wirken, allerdings sind diese Systeme oftmals gegenüber den dedizierten Programmen beschränkt.

Mit Ausnahme von Firefox bieten sind die gespeicherten Daten größtenteils ungeschützt, Bei Chrome haben die Entwickler den Schutz durch ein Master Passwort mit der Begründung abgelehnt, dass ein Auslesen der gespeicherten Passwörter nur lokal möglich sei. Nachdem zu diesem Zeitpunkt der Rechner ohnehin bereits kompromittiert sei, würde ein Master Passwort dann auch nichts mehr helfen. Die passenden Tools um die Informationen auszulesen finden sich kostenlos im Web, ein guter Startpunkt sind etwa die Freeware-Programme von Nirsoft. Wer Firefox nutzt, sollte in jedem Fall das Master Passwort aktivieren, um die Daten zumindest rudimentär zu schützen.

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Interessant ist aber, dass die Browser-Hersteller die Mehrfachnutzung scheinbar angehen wollen. Google beispielsweise plant laut diesem Blogpost einen eigenen Passwortgenerator, der direkt im Browser neue Eingabedaten erstellen kann.

Fazit

Passwort Manager erfordern anfangs die Umstellung des Nutzers. Statt die Daten direkt im Browser verfügbar zu haben, muss man sich damit abfinden, dass wichtige Informationen in Dritt-Applikationen oder sogar auf den Servern externer Anbieter gesichert sind. Bereits nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an die neuen Dienste und dann wird das Leben deutlich einfacher. Wer künftig neue Konten erstellt, der muss sich nicht mehr neue Passwörter überlegen, sondern lässt sich einfach beliebig lange und starke Daten erstellen.

Allerdings sollte man nicht vergessen, dass man selbst mit diesen Systemen nicht hundertprozentig geschützt ist. Ein schwaches Master-Passwort ist ebenso gefährlich wie ein auf dem System installierter Keylogger oder eine noch nicht entdeckte Schwachstelle im jeweiligen Programm.

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