Alle Kundenkonten betroffen E-Scooter-Anbieter Ryde bestätigt Cyberangriff

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Der E-Scooter-Anbieter Ryde ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben des Unternehmens wurden Daten aus sämtlichen Kundenkonten kopiert. Cybernews zufolge könnten rund 4,5 Millionen Accounts in Norwegen, Schweden, Finnland und Deutschland betroffen sein.

Nach dem Cyberangriff auf Ryde könnten erbeutete Zahlungsinformationen und teilweise Kartendaten für besonders glaubwürdige Phishing‑Versuche genutzt werden. Vollständige Kartennummern und konkrete Fahrverläufe sind laut Unternehmen nicht betroffen.(Bild:  KI-generiert)
Nach dem Cyberangriff auf Ryde könnten erbeutete Zahlungsinformationen und teilweise Kartendaten für besonders glaubwürdige Phishing‑Versuche genutzt werden. Vollständige Kartennummern und konkrete Fahrverläufe sind laut Unternehmen nicht betroffen.
(Bild: KI-generiert)

Ryde erklärte, den unbefugten Zugriff in der Nacht zum Sonntag, 2. August, entdeckt zu haben. Der Zugang zu den betroffenen Systemen sei kurz darauf blockiert worden. Die Untersuchung dauert nach Unternehmensangaben weiter an. Der vollständige Umfang des Vorfalls sei noch nicht abschließend geklärt. Die norwegische Datenschutzbehörde Datatilsynet und die Polizei wurden über den Vorfall informiert. Ryde will betroffene Kunden direkt benachrichtigen.

Kontakt-, Zahlungs- und Profildaten betroffen

Welche Informationen konkret betroffen sind, hängt laut dem E-Scooter-Ambieter vom jeweiligen Kundenkonto ab. Abgeflossen sein können Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten sowie die ersten sechs und letzten vier Ziffern der verwendeten Zahlungskarte. Zusätzlich wurden Informationen über Fahrten, Käufe und Gebühren kopiert. Bei einer kleineren Zahl der Nutzer könnten auch nicht verifizierte Namen und Adressen betroffen sein.

Das Unternehmen betont, dass vollständige Zahlungskartennummern nicht bei dem Unternehmen gespeichert werden, sondern beim jeweiligen Zahlungsdienstleister. Nutzer müssten ihre Karten deshalb nach Unternehmensangaben nicht sperren. Auch konkrete Standort- und Fahrverlaufsdaten seien nicht abgeflossen. Ausgenommen sei lediglich der Ort, an dem ein Kundenkonto ursprünglich erstellt wurde.

Phishing-Risiko steigt

Besonders kritisch ist laut Ryde das Risiko gezielter Phishing‑Versuche. Angreifer könnten glaubwürdige Nachrichten erstellen, indem sie auf reale Zahlungen, korrekte Beträge, Zahlungsdaten oder die letzten vier Kartenziffern Bezug nehmen.

Die norwegische Firma warnt Kunden deshalb davor, Passwörter, Einmalcodes, BankID-Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen an Personen weiterzugeben, die telefonisch, per SMS oder E-Mail Kontakt aufnehmen. Weder Ryde noch Banken würden solche Informationen anfordern.

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