Neuanfang im Netzwerk Vereinfachtes Management und Kosteneffizienz mit SASE

Ein Gastbeitrag von Michael Woduschegg 3 min Lesedauer

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Netzwerke und Cyberbedrohungen werden immer komplexer, sodass es für Unternehmen immer schwieriger wird, eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Hier gewinnen SASE-Lösungen zunehmend an Bedeutung. Sie stellen eine Cloud-basierte Architektur bereit, die Netzwerk- und Sicherheitsprozesse integriert – und damit Unternehmen eine entscheidende Entlastung bei Administration und Kosten bietet.

Die Nutzung von SASE-Lösungen bedeutet für Unternehmen immer auch einen Neuanfang, in dem verschiedene, wichtige Fragen geklärt werden müssen.(Bild:  photoopus - stock.adobe.com)
Die Nutzung von SASE-Lösungen bedeutet für Unternehmen immer auch einen Neuanfang, in dem verschiedene, wichtige Fragen geklärt werden müssen.
(Bild: photoopus - stock.adobe.com)

Etliche Unternehmen haben eine komplexe Netzwerkinfrastruktur mit verteilten Standorten, Remote-Nutzern und einer Vielzahl von Anwendungen. Dadurch besteht ein erheblicher Management- und Wartungsaufwand. Problematisch ist vor allem, dass viele Sicherheitskontrollen ein eigenes Sicherheitsmanagementsystem mit jeweils eigenen Konfigurationsprozessen verwenden. Diese Situation führt häufig zu Lücken in der Visibilität, die das Risiko und die Komplexität für IT-Teams erhöhen können.

Effizient können Unternehmen diesen Herausforderungen mit einer SASE (Secure Access Service Edge)-Lösung begegnen. Sie kombiniert mehrere Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen in einer standardisierten Cloud-nativen Plattform. Bei der Auswahl eines SASE-Angebotes sollten Unternehmen darauf achten, dass es ein ganzheitliches Management bietet, also zum Beispiel eine identische Verwaltung für SD-WAN und Security-Komponenten. Weniger Tools bedeuten immer auch einen einfacheren Betrieb und geringere Kosten.

Die SASE-Komponenten

Eine moderne, umfassende SASE-Lösung ist KI-gestützt und beinhaltet vor allem folgende Kernkomponenten: SD-WAN, Firewall-as-a-Service, SWG (Secure Web Gateway), CASB (Cloud Access Security Broker), DLP (Data Loss Prevention) und ZTNA (Zero Trust Network Access).

Eine zukunftsweisende SD-WAN-Lösung basiert dabei auf einem KI-nativen Netzwerkansatz und Automatisierung, um die Bereitstellung und Verwaltung der Netzwerk­konnektivität zu vereinfachen und gleichzeitig die Fehlerbehebung zu beschleunigen. Mit Firewall-as-a-Service werden Anwendungen identifiziert und der Datenverkehr auf Exploits und Malware überprüft. SWG schützt den Webzugriff, indem es Nutzungsrichtlinien durchsetzt und webbasierte Bedrohungen verhindert. CASB liefert Einblicke in SaaS-Anwendungen und granulare Kontrollen, um einen autorisierten Zugriff, eine Bedrohungsprävention und Compliance zu gewährleisten. DLP-Lösungen klassifizieren und überwachen Datentransaktionen und stellen sicher, dass Business-Compliance-Anforderungen und Datenschutzregeln eingehalten werden. ZTNA schließlich ermöglicht Remote-Benutzern einen sicheren Zugriff auf Unternehmens- und Cloud-basierte Ressourcen und bietet eine zuverlässige Konnektivität und konsistente Sicherheit für jedes Gerät an jedem Ort.

Der Markt

Die Nutzung von SASE-Lösungen bedeutet für Unternehmen immer auch einen Neuanfang, in dem verschiedene Fragen geklärt werden müssen: Wie binde ich die Außenstellen an, wie gestalte ich die Netzwerkverbindung und wie nutze ich Security weniger on-premises, sondern mehr in der Cloud?

Dabei gibt es vereinzelt auch noch Vorbehalte hinsichtlich des Security-Managements aus der Cloud und aus Compliance-Gründen. Aber hier können Unternehmen auf SASE-Anbieter zurückgreifen, die eine GDPR-Konformität für Dienste aus der Cloud garantieren und auch über PoPs (Points of Presence) als entscheidende Knotenpunkte für die Bereitstellung von Netzwerk- und Sicherheitsservices in Deutschland oder der EU verfügen.

Die Kosten

Im Vergleich zu MPLS-Verbindungen kann SASE die monatlichen Kosten bei Anwendernetzwerken und für die Standortvernetzung deutlich reduzieren – bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Bandbreite. Eine SASE-Lösung benötigt eine Internetleitung, die viel günstiger als ein MPLS-Service und inzwischen auch in guter Qualität verfügbar ist. Außerdem darf nicht übersehen werden, dass SASE auch ein deutlich einfacheres Management der Leitungskapazität unterstützt. So kann beispielsweise die Bandbreite schnell und unabhängig für einzelne Standorte erhöht werden. Bei einer MPLS-Verbindung ist dieser Prozess viel schwieriger und zeitintensiver, da unter Umständen mehrere Service Provider involviert werden müssen. Nicht zuletzt bietet SASE auch eine höhere Sicherheit, da Netzwerksicherheit, SD-WAN und VPNs in eine einzige Cloud-basierte Plattform integriert werden.

Insgesamt steht Unternehmen mit SASE eine moderne, zukunftssichere Lösung zur Verfügung, die eine einfache Verwaltung ermöglicht und auch das schnelle Ausrollen neuer Funktionen unterstützt. Außerdem sprechen für eine SASE-Lösung die generell steigenden Reporting-Anforderungen an Unternehmen, etwa im Kontext der NIS-2-Richtlinie oder aus Resilienz­gesichts­punkten. SASE bietet ein Security-Reporting aus einer zentralen Plattform. Sollte ein Unternehmen trotzdem noch zögern, SASE einzuführen, kann es auch klein mit wenigen Standorten und Funktionen starten – und dabei flexible Lizenzierungs­optionen nutzen. So kann nach und nach ein Ausbau bis hin zu einer umfassenden SASE-Plattform erfolgen, die alle Netzwerk- und Sicherheitslösungen in einen einheitlichen Service integriert und damit die administrative Komplexität und die Kosten eines Unternehmens erheblich reduziert.

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Über den Autor: Michael Woduschegg ist Security Specialist EMEA bei Juniper Networks.

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