Update: European Cybersecurity Challenge Schweden gewinnt die ECSC 2026

Aktualisiert am 22.10.2026 Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Deutschland war Gastgeber der zwölften European Cybersecurity Challenge 2026. Über 400 Security-Talente aus 35 europäischen Ländern und sieben Gastländern kämpften in Bochum um den Wanderpokal.

Schweden gewinnt die European Cybersecurity Challenge 2026.(Bild:  Bochum Wirtschaftsentwicklung | Donna & der Blitz)
Schweden gewinnt die European Cybersecurity Challenge 2026.
(Bild: Bochum Wirtschaftsentwicklung | Donna & der Blitz)

Am Montag, den 12. Oktober, hat in Bochum die European Cybersecurity Challenge (ECSC) 2026 begonnen. Bis Freitag traten mehr als 400 junge IT-Security-Begeisterte zwischen 14 und 25 Jahren in Nationalteams gegeneinander an. Vertreten waren 35 europäische Länder und sieben Gastländer, darunter Australien, Kanada, Singapur und die USA. Die Teilnehmenden haben sich über nationale Auswahlwettbewerbe qualifiziert, an denen insgesamt mehr als 30.000 junge Menschen teilgenommen haben.

Die Teams kämpften um den Wanderpokal, den der Vorjahressieger Italien mitbrachte. Während die Challenge 2025 in Warschau stattfand, war in diesem Jahr Deutschland Gastgeber und nahm mit einem eigenen Nationalteam teil. Die zehn Mitglieder des deutschen Teams haben sich über die Cyber Security Challenge Germany für die ECSC qualifiziert. „Vor heimischem Publikum anzutreten, ist etwas Besonderes. Wir haben lange darauf hingearbeitet und wollen jetzt zeigen, was wir können“, sagt Luke Finn Zamponi, Kapitän des deutschen Nationalteams. Und das harte Training trug Früchte: Das Team gewann zwar nicht die Gesamtwertung, doch erreichte den ersten Platz im Jeopardy-Wettbewerb, dem klassischen Capture-the-Flag-Format der ECSC.

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„Wer Systeme schützen will, muss verstehen, wie Angreifer vorgehen. Genau das üben diese jungen Menschen, legal und nach klaren Regeln. Cyberangriffe enden nicht an Landesgrenzen. Deshalb ist es so wertvoll, dass sich Talente aus 42 Ländern diese Woche in Bochum begegnen und voneinander lernen“, sagte Patrick Reich, Vorsitzender der Nachwuchsförderung IT-Sicherheit e.V. Der Verein richtete die ECSC in diesem Jahr aus, die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit Enisa unterstützt jährlich. Außerdem wurde die ESCS 2026 durch das Europäische Kompetenzzentrum für Cybersicherheit (ECCC) von der Europäischen Union gefördert. Sponsoren waren Schwarz Digits, Ikarus und Securepoint.

Nachwuchstalente aus ganz Europa

Schweden erkämpfte sich den ersten Platz, gefolgt von Finnland und Österreich. Italien gewann die CTF-Unplugged-Challenge und als bestes Gastland wurden die USA ausgezeichnet. Dank der ECSC konnten die Teilnehmenden nicht nur ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch Kontakte in die europäische Cybersecurity-Community knüfpfen.

„Der Aufbau von Cybersicherheitskapazitäten in Europa beginnt mit Investitionen in Menschen: jungen Talenten die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, sich an realen Herausforderungen zu messen und über Grenzen hinweg voneinander zu lernen“, sagte Dr. Evangelos Ouzounis, Leiter der Capacity Building Unit bei der Enisa. „Die European Cybersecurity Challenge ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Wettbewerb und Zusammenarbeit Hand in Hand gehen, um die europäische Cybersecurity-Community zu stärken. Die Teilnehmenden entwickeln hier nicht nur die Fähigkeiten für die Bedrohungen von heute, sie gestalten auch die Zukunft der Cybersicherheit in Europa mit.“

Hacking-Challenge in drei Formaten

Der Wettbewerb startete am 13. Oktober in drei Formaten.

  • Im Jeopardy-Format beschäftigten sich die Teams mit Websicherheit, Kryptografie und Reverse Engineering. Hier bearbeitetn alle Teams die gleichen Aufgaben, es ging darum, möglichst schnell, möglichst viele korrekte Lösungen zu finden.
  • Beim neuen Format CTF-Unplugged am Mittwoch arbeitetn sie offline und gegen die Uhr.
  • Am Donnerstag schloss der Wettbewerb mit dem Attack-Defense-Format, wo die Teams eigene Dienste verteidigen und zugleich die Dienste der anderen Teams angriffen.

Die Siegerteams werden am Freitagnachmittag in der Jahrhunderthalle Bochum geehrt. Die Eröffnungszeremonie sowie weitere Highlights gibt es auf dem YouTube-Kanal der ECSC zu sehen.

Förderungen von Frauen

Am 17. und 18. Oktober fand während der ECSC außerdem ein „Female+“-Bootcamp für Teilnehmerinnen aus den nationalen Teams statt. Die Begleitveranstaltung zielt laut Enisa darauf ab, Vielfalt zu fördern und das Thema Cybersicherheit für einen größeren Kreis von Frauen attraktiv zu machen. Die Teilnehmerinnern erhielten dabei Zugang zu weiterführenden technischen Schulungen und Mentoring-Programmen sowie Möglichkeiten zur Vernetzung. Das Ziel von Female+ ist es, Kompetenzen zu fördern und Selbstvertrauen aufzubauen.

Zudem liefert das Bootcamp den Grundstein, um das Female+ Team Europe zu formieren, welches Europa bei internationalen Wettbewerben vertritt. So gewann das Team im Juli 2026 die „International Cybersecurity Challenge for women“ in Dublin.

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