Keine Namen, Listen oder einzelne Wörter 5 Tipps für sichere Passwörter

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nutzen rund ein Viertel (23 Prozent) der Internetnutzer häufig bewusst einfache Passwörter, damit sie sich diese leicht merken können. Ein Drittel nutzt dasselbe Passwort für verschiedene Dienste. Damit Cyberkriminelle kein leichtes Spiel bei der Erbeutung von Passwörtern haben, gibt Bitkom fünf Tipps für sichere Online-Zugänge.

Was braucht ein Passwort um sicher zu sein? Bitkom gibt fünf Tipps für Online-Zugänge, die sich nicht leicht knacken lassen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Was braucht ein Passwort um sicher zu sein? Bitkom gibt fünf Tipps für Online-Zugänge, die sich nicht leicht knacken lassen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Tipp 1: Keine einfachen Passwörter

Passwörter sollten nicht aus einem leicht zu erratenden persönlichen Begriff bestehen. Das heißt zum Beispiel die Namen des Kindes oder des Partners sind Tabu. Einzelne Worte, die im Wörterbuch zu finden sind, sollten ebenfalls vermieden werden.

Stattdessen bietet sich eine Kombination aus verschiedenen Worten oder Silben an. Ungewöhnliche Groß- und Kleinschreibung hilft hierbei zusätzlich. Je länger das Passwort ist, desto schwieriger ist es zu knacken. Sonderzeichen kann man vor allem dann nutzen, wenn man seine Passwörter ohnehin in einem Passwort-Manager speichert.

Tipp 2: Keine doppelten Passwörter

Für jeden Online-Dienst sollte man ein einzigartiges Passwort verwenden. Das reduziert das Risiko, dass bei einem Datenleck Cyberkriminelle Zugriff auf mehrere Konten bekommen. Das ist vor allem wichtig für zentrale Online-Dienste wie den E-Mail-Provider und Dienste, bei denen Kontodaten hinterlegt sind, wie beim Online-Shopping.

Tipp 3: Keine Zettel und einfache Textdateien

Niemand kann sich Dutzende von Zugangsdaten merken. Passwörter aufzuschreiben und auf dem Büro-Schreibtisch liegenzulassen ist aber ebenso wenig eine gute Idee wie Passwortlisten in einer einfachen Textdatei auf dem Computer zu speichern. Stattdessen bieten sich Passwortmanager an.

Das sind Programme für den PC oder als App für das Smartphone, in denen Nutzer ihre Zugangsdaten sicher verschlüsselt abgelegen können. Der Vorteil: Man muss sich nur ein – möglichst gutes – Passwort für den Passwortmanager merken oder kann diesen auf dem Smartphone zum Beispiel auch per Fingerabdruck „aufschließen“.

Tipp 4: Doppelt hält besser

Wo immer möglich sollten Nutzer die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung einrichten. Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung reichen Nutzername und Passwort alleine nicht für den Zugang, sondern man muss aus einer speziellen App auf dem Smartphone noch einen Zahlencode ablesen und diesen zusätzlich eingeben. Das bedeutet, dass sich Angreifer nicht nur das Passwort verschaffen müssen, sondern auch Zugang zum Smartphone brauchen. Das erhöht die Sicherheit.

Tipp 5: Noch mehr Sicherheit – ganz ohne Passwort

Passkeys sind eine moderne und besonders sichere Alternative zum klassischen Passwort. Anstatt wie bisher das Kennwort einzugeben, wird bei einem Passkey bei der ersten Registrierung ein Schlüsselpaar generiert. Ein Teil (der private Schlüssel) bleibt sicher auf dem Gerät bleibt und der andere (der öffentliche Schlüssel) wird an den Online-Dienst übermittelt.

Der Vorteil: Der private Schlüssel – der wie früher das Passwort der Ausweis für die eigene Identität ist – muss nie übertragen werden. Cyberkriminelle können diesen nicht einfach stehlen und missbrauchen. Die Schlüssel selbst sind eine lange Zahlenkolonne, die der Nutzer aber gar nicht kennen muss. Stattdessen verwendet er für die Identifikation auf dem eigenen Gerät bequem den Fingerabdruck, die Gesichtserkennung oder eine PIN.

(ID:50306823)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung