VDMA-Studie zur IT-Sicherheit im Maschinen- und Anlagenbau

Sicherheitsrisiken in Produktion und Automation

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Dass deutsche Unternehmen Wettbewerbsnachteile durch Industriespionage-Tätigkeiten der USA erleiden, ist nicht zu befürchten, meint Zimmermann: „Tatsächlich ist unabhängig von den NSA-Aktivitäten, die Masse der sichtbaren Folgen der Industriespionage aus Asien weitaus gravierender als das, was seitens der USA vorhanden ist. Daher sollten alle Aktivitäten zwar mit einem Auge auf die NSA schielen, aber mit beiden Händen das Problem weltweit anpacken.“ Die Hilfe der Politik in Deutschland und der EU sei allerdings verschwindend gering; die Anstrengungen, etwas zu verändern, lächerlich, wie der VDMA-Experte beklagt.

Wo die größten Gefahren lauern

Unternehmen müssen also selbst für ausreichenden Schutz sorgen. Doch wo lauern die größten Gefahren? Zimmermann meint: „Die größte Bedrohung, wenn man es so sagen darf, steht immer vor der Steuerung.“ Dies belegen auch die Befragungsergebnisse. Doch abgesehen von den Bedienern, die vor allem sensibilisiert werden müssen, gibt es laut Zimmermann auch Gefahren durch Angriffe von außen: „Dabei sind Maschinen und Anlagen nicht annähernd so gut gerüstet vor zum Beispiel Manipulation wie Office-Systeme.“

Das sei zwar nicht neu, doch die Erfahrung, dass bereits 29 % der Unternehmen von Produktionsausfällen durch Security-Vorkommnisse berichten, ist nach Aussage des Experten sehr wohl neu. Zudem seien darunter auch gezielte Angriffe auf die Fertigungsanlagen.

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