VDMA-Studie zur IT-Sicherheit im Maschinen- und Anlagenbau

Sicherheitsrisiken in Produktion und Automation

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Insgesamt gehen 63 % der Befragten davon aus, dass die Anzahl an Security-Vorfällen weiter steigen wird. Doch nur 57 % der Unternehmen kennen einen der gängigen Security-Standards, und weniger als ein Drittel wendet die Standards auch an. Auch ein Risikomanagement ist in den Unternehmen der Studie zufolge noch nicht ausreichend etabliert. Ferner spiele die monetäre Betrachtung der Security-Vorfälle eine untergeordnete Rolle.

Das Kern-Know-how muss geheim bleiben

Für Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen. Zuallererst sollten Unternehmen ihr Kern-Know-how ermitteln, sozusagen die Kronjuwelen (in der Regel 5 % des Datenbestands), wie Zimmermann erläutert. „Dieser sollte mit geeigneten Maßnahmen, zum Beispiel Berechtigungskonzepten, technischen Sicherheitsmaßnahmen und organisatorischen Maßnahmen abgesichert werden. Ziel ist, dass das Kern-Know-how geheim bleibt“, betont er.

Um ein Schutzniveau zu realisieren werde zuerst gerne reflexartig nach technischen Schutzmaßnahmen gerufen, wie Virenschutz, Intrusion Prevention Systeme (also Systeme, die automatisierte Angriffe verhindern) und USB-Locks. „Doch ohne sich organisatorisch Gedanken zu machen, werden die Techniken schnell ins Leere laufen“, warnt Zimmermann.

Gerade bei der künftig stärker werdenden Vernetzung im Rahmen von Industrie 4.0 müssten neue Schutzkonzepte erarbeitet werden, um die digitale Vernetzung der Fertigungsanlagen überhaupt erst auf sicherer Basis zu ermöglichen.

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