Angriffe auf Chromium laufen bereits! Schwachstellen in Microsoft Edge ermöglichen Remote Code Execution

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Durch mehrere Schwachstellen in Microsoft Edge können Angreifer den Browser auf verschiedene Arten attackieren. Das Ausführen von Remotecode ist genauso möglich, wie das Abgreifen von Daten oder die Übertragung von Malware.

Mehrere Schwachstellen in Microsoft Edge and Chromium ermöglichen Hackern  Angriffe mit Remote Code Execution.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Mehrere Schwachstellen in Microsoft Edge and Chromium ermöglichen Hackern Angriffe mit Remote Code Execution.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Mehrere Schwachstellen in Microsoft Edge und der zugrunde liegenden Chromium-Plattform stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, remote beliebigen Programmcode auszuführen, Informationen auszuspähen und falsche Informationen darzustellen. Auch die Eskalation von Privilegien stellt ein potenzielles Angriffsszenario dar. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass laut Google bereits aktive Angriffe auf die Schwachstelle CVE-2024-7971, (CVSS3-Score 8.8) stattfinden.

Angriffe auf Schwachstellen laufen bereits

Ein Angreifer kann diese Schwachstellen ausnutzen, ohne vorherige Privilegien zu benötigen, was die Angriffe besonders gefährlich macht. Allein die Interaktion eines Benutzers mit einem präparierten Inhalt reicht aus, um den Angriff zu starten. Dabei kann es sich um das Öffnen einer manipulierten Webseite oder das Klicken auf einen schädlichen Link handeln. Besonders tückisch ist, dass die erfolgreiche Ausnutzung einer dieser Schwachstellen Einfluss auf andere Komponenten des Systems haben kann, was die Gesamtauswirkungen potenziell vergrößert.

Microsoft hat für den Microsoft Edge Stable Channel ein Update auf Version 128.0.2739.42 veröffentlicht, um diese Schwachstellen zu schließen. Dieses Update basiert auf der Chromium-Version 128.0.6613.84/.85, die ebenfalls mehrere Sicherheitslücken behebt. Es ist dringend anzuraten, dieses Update sofort zu installieren, um das Risiko eines Angriffs zu minimieren.

Die betroffenen Schwachstellen umfassen eine Vielzahl von Bereichen innerhalb von Chromium und Microsoft Edge, darunter die JavaScript-Engine V8, das PDF-Verarbeitungssystem PDFium, das Autofill-System und die Verwaltung von Berechtigungen. Besonders die Schwachstellen in der V8-Engine, die für das Ausführen von JavaScript-Code zuständig ist, ermöglichen das Ausführen von beliebigem Programmcode, was einem Angreifer eine nahezu vollständige Kontrolle über das System verschaffen könnte.

Zudem eröffnen Schwachstellen in den Chrome-Erweiterungen und Custom Tabs Möglichkeiten, falsche Informationen darzustellen, was potenziell für Phishing-Angriffe oder andere Formen der Täuschung genutzt werden könnte.

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