Open Source im Visier von Supply-Chain-Angriffen
Software-Lieferketten sind der blinde Fleck der IT-Sicherheit

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 4 min Lesedauer

Schadcode in Open-Source-Paketen läuft mit denselben Rechten wie le­gi­ti­mer Code, wird automatisch verteilt und bleibt dabei oft monatelang un­ent­deckt. Ein einziges kompromittiertes Paket kann tausende Unternehmen gleichzeitig treffen. Klassische IT-Security zielt auf Netzwerke und Betriebs­sys­te­me, doch die Software-Lieferkette bleibt der blinde Fleck.

Schadcode in Open-Source-Paketen läuft als legitimer Code und bleibt monatelang unentdeckt. Ein einziges kompromittiertes Paket kann tausende Unternehmen gleichzeitig treffen.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Schadcode in Open-Source-Paketen läuft als legitimer Code und bleibt monatelang unentdeckt. Ein einziges kompromittiertes Paket kann tausende Unternehmen gleichzeitig treffen.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Open Source hat bei einem Anteil an Unternehmensanwendungen von weit über 70 Prozent viele Innovationen beschleunigt, Kosten gesenkt und die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern reduziert. Gleichzeitig entsteht jedoch eine neue, oft unterschätzte Bedrohungslage: die Software-Lieferkette. Und genau hier setzen zunehmend die Angriffe der Hacker an.

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