Symantec: Geistiges Eigentum und sensible Daten gefährdet

Studie zum Datenklau beim Jobwechsel

| Redakteur: Stephan Augsten

Mailing-Listen und Kundendaten sind bei einem Jobwechsel besonders gefährdet.
Mailing-Listen und Kundendaten sind bei einem Jobwechsel besonders gefährdet. (Bild: Symantec)

Bei einer Kündigung oder einem Wechsel des Arbeitgebers verlassen nicht nur die Abgestellten, sondern in der Hälfte aller Fälle auch sensible Daten und geistiges Eigentum das Unternehmen. Dies ist das Ergebnis einer weltweiten Symantec-Studie.

Viele Angestellte gehen davon aus, dass es in Ordnung ist, geschäftliche Daten bei einem Firmenwechsel weiter zu verwenden. So hat laut Symantec die Hälfte aller Mitarbeiter, die in den letzten zwölf Monaten ihr Unternehmen verlassen haben, vertrauliche Daten behalten.

40 Prozent dieser Gruppe behalten sich vor, die Informationen auch für ihren neuen Job zu nutzen. Insgesamt glauben sogar 56 Prozent der Angestellten, es sei legal, die sensiblen Informationen des ehemaligen Arbeitgebers weiter zu verwenden.

Ungeachtet der bestehenden Richtlinien speichern Mitarbeiter die geschäftlichen Informationen auch dauerhaft außerhalb des Firmennetzwerks: Fast zwei Drittel der Befragten finden es in Ordnung, Arbeitsdokumente auf privaten Computern, Smartphones, Tablets oder in Cloud-Speichern abzulegen. Die Mehrheit löscht diese Daten nie.

Ungerechtfertigter Besitzanspruch

Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass viele Angestellte geistiges Eigentum der Person zugestehen, die es geschaffen hat. Für 44 Prozent hat beispielsweise ein Software-Entwickler, der Quellcode schreibt, Anteil am Eigentum seiner Arbeit oder Erfindung. Für 42 Prozent ist es auch kein Verbrechen, diesen Quellcode ohne Erlaubnis in Projekten für andere Unternehmen einzusetzen.

Viele der Befragten glauben auch, dass sich ihre Arbeitgeber gar nicht für diese Missstände interessieren. Nur 47 Prozent gaben an, ihre Firmen würden aktiv, wenn ein Mitarbeiter sensible Unternehmensdaten missbräuchlich verwendet. Gut zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben an, ihre Betriebe unternähmen auch nichts dagegen, dass vertrauliche, geschäftsrelevante Informationen Dritter durch eigene Angestellte genutzt werden.

Für Symantec sind diese Zahlen ein Beleg dafür, dass die Unternehmen es nicht schaffen, ein Sicherheitsbewusstsein zu vermitteln. Nur 38 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass ihre Vorgesetzten wirklich Wert auf Datenschutz legen. Auch geht gut die Hälfte der Befragten davon aus, es sei in Ordnung Unternehmensdaten mitzunehmen, weil ihre Arbeitgeber Regeln nicht strikt durchsetzen.

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