Sicherheit beim Online-Shopping Tausche Daten gegen Preisnachlass

Von Ira Zahorsky

Die Deutschen sind im Allgemeinen sehr auf ihre Datensicherheit bedacht. Dennoch wäre ein Drittel der 2.000 von Okta befragten Personen bereit, gegen einen Preisnachlass Daten preiszugeben. Es gibt jedoch wichtige Voraussetzungen.

Anbieter zum Thema

Immerhin ein knappes Drittel der Deutschen wäre bereit, persönliche Daten für einen Preisnachlass herauszugeben.
Immerhin ein knappes Drittel der Deutschen wäre bereit, persönliche Daten für einen Preisnachlass herauszugeben.
(Bild: Maksim Kabakou - stock.adobe.com)

Online-Shopping ist bequem. Man verplempert keine Zeit für die Anfahrt, muss keine teuren Parkgebühren bezahlen und sich nicht mit oft wenig hilfreichem Personal herumärgern. Hindernisse für den Einkauf im Internet sind, einer Studie von Okta und Statista zufolge, schwache Security-Prozesse (51 %), zeitliche Verzögerungen beispielsweise beim Versand (46 %) oder Datenschutzverletzungen (39 %).

„Damit sich Verbraucher in einem ersten Schritt für Online-Shopping und den Webshop eines Unternehmens entscheiden, braucht es Vertrauen in die Sicherheit: Robuste Security-Prozesse und die Sicherheit der Kundendaten sind entscheidend für den langfristigen Erfolg von Online-Businesses“, so Sven Kniest, Vice President Central & Eastern Europe bei Okta.

Unternehmen tragen die Verantwortung für die Daten

Die Verbraucher geben die Verantwortung für den Datenschutz gerne an Unternehmen und Institutionen ab.
Die Verbraucher geben die Verantwortung für den Datenschutz gerne an Unternehmen und Institutionen ab.
(Bild: Okta)

89 Prozent der 2.000 deutschen Befragten sind der Ansicht, dass es Richtlinien für den Datenschutz braucht. In der Pflicht sehen sie dabei in erster Linie (49 %) die Unternehmen, die die Daten sammeln. 40 Prozent finden, dass die Regierung verantwortlich ist. „Die Studienergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen in Deutschland verpflichten, bestehende Richtlinien zu beachten und Sicherheitsstrategien zum Schutz von Kundendaten und -identitäten entwickeln. So genannte ‚Zero Trust‘-Ansätze folgen dem Prinzip: Vertraue niemals, überprüfe immer! Das heißt, dass jeder Zugriff auf ein Netzwerk, System oder Account überprüft wird, um höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten. Das funktioniert unter anderem mithilfe von Lösungen für das Customer Identity und Access Management (CIAM)“, so Kniest.

Sicherheit vs. Customer Experience

Grundvoraussetzung für den Einkauf bei einem Webshop sind sichere Logins und die Benutzerfreundlichkeit bei der Online-Interaktion (je 41 %). 48 Prozent legen den größten Wert auf die Verlässlichkeit der digitalen Angebote. „Mit CIAM können Unternehmen Log-In Erfahrungen bieten, die nicht nur sicher, sondern auch benutzerfreundlich sind“, erklärt Kniest.

CIAM (Customer Identity & Access Management) soll digitale Erfahrungen verbessern.
CIAM (Customer Identity & Access Management) soll digitale Erfahrungen verbessern.
(Bild: Okta)

„So ermöglicht das so genannte Single Sign-On (SSO), dass Online-Kunden sich lediglich einmal anmelden müssen und anschließend verschiedenste Angebote des Unternehmens nutzen können. Weiterhin bietet integrierte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) hohen Schutz und ermöglicht Optionen zur passwortlosen Authentifizierung. Verbraucher stehen dann nicht mehr vor der Herausforderung, sich die Zugangsdaten unzähliger Kunden-Accounts zu merken. Das ist nicht nur eine Erleichterung für den Kunden, sondern steigert auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kauf zum Abschluss kommt. Vergessene Passwörter und Schwierigkeiten im Login-Prozess sind einer der Hauptgründe, warum Kunden mit vollem Warenkorb im letzten Moment noch abspringen.“

Verbraucherdaten und Profile sind digitales Gold für Unternehmen.

Sven Kniest, Okta

Ist der sichere und userfreundliche Einkauf gewährleistet, ist ein Drittel der befragten Deutschen sogar bereit, für entsprechende Preisnachlässe persönliche Daten einzutauschen. Bei Millennials und der Generation Z sind es sogar 43 Prozent.

Über die Studie „Identität: Der digitale Vertrauensanker“

Die Studie wurde von Okta in Auftrag gegeben und von Statista im Oktober 2021 über eine Online-Plattform durchgeführt. Die Umfrage war eine national repräsentative Stichprobe von Büroangestellten im Vereinigten Königreich, Irland, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Italien und der Schweiz. Die Gesamtstichprobe umfasste 12.010 Personen, davon 2.000 Befragte in Deutschland.

Zur Studie

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48088279)