Vorbereitung auf den Notfall Orange Cyberdefense präsentiert Cyber Experience Center

Von Melanie Staudacher 3 min Lesedauer

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Sie haben einen Notfallplan für den Fall eines Ransomware-Angriffs? Gut. Aber haben Sie ihn auch schon getestet? Diese Möglichkeit zusammen mit der Beratung durch Security-Experten bietet Orange Cyberdefense im Cyber Experience Center an.

In Augsburg eröffnet Orange Cyberdefense das Cyber Experience Center, das für Unternehmen die Auswirkungen von Ransomware erlebbar machen soll.(Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
In Augsburg eröffnet Orange Cyberdefense das Cyber Experience Center, das für Unternehmen die Auswirkungen von Ransomware erlebbar machen soll.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Am 18. März 2025 wird Orange Cyberdefense offiziell das Cyber Experience Center in Augsburg eröffnen. Damit verfolgt der Incident-Reponse-Experte das Ziel, die Auswirkungen von Cyberangriffen zu verdeutlichen – und das bevor sich ein Sicherheitsvorfall tatsächlich ereignet. Denn die Vorbereitung auf eine Cyberattacke und das Testen von Notfallplänen ist essenziell, um im Fall der Fälle schnell handeln zu können. Und mittlerweile passieren Cyber­angriffe immer häufiger. Dem „Security Navigator 2025“ von Orange zufolge, verzeichneten kleine Unternehmen 2024 einen Anstieg von Ransomware-Attacken von 53 Prozent. Bei mittel­ständischen Unternehmen stieg die Zahl um 52 Prozent im Vergleich zu 2023. Deutschland war dabei eines der am stärksten betroffenen Ländern in Europa, wobei 19 Prozent der Cyber-Extortion-Vorfälle hierzulande stattfanden.

Notfallpläne sind vorhanden, aber nicht getestet

Im Cyber Experience Center will Orangen für die Teilnehmenden den Druck, den Betroffene während einer Cyberattacke erleben, erfahrbar machen. Dafür bietet Orange das Experience Center zwei verschiedenen Zielgruppen an: Mitglieder der Führungsebene aus verschiedenen Unternehmen, die mehr über die allgemeinen Risiken und Folgen eines Cyberangriffs erfahren möchten. Und praktische Übungen, bei der verschiedene Verantwortliche aus einem Unternehmen in Augsburg zusammenkommen, um ihren Incident-Response-Plan unter möglichst realen Bedingungen zu testen und Tipps von Orange zu erhalten.

Götz Weinmann, Senior Business Development Manager bei Orange Cyberdefense, führt die Besucher durch das Cyber Experience Center.(Bild:  Vogel IT-Medien GmbH)
Götz Weinmann, Senior Business Development Manager bei Orange Cyberdefense, führt die Besucher durch das Cyber Experience Center.
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)

Götz Weinmann, Senior Business Development Manager bei Orange, betont, wie wichtig das Testen der Notfallpläne ist. Zwar würden 95 Prozent der Unternehmen über einen Notfallwiederherstellungsplan verfügen, doch 77 Prozent hätten diesen noch nie getestet. Für Ransomware-Vorfälle im Besonderen haben dem Security Navigator zufolge nur 37 Prozent der Unternehmen einen Reaktionsplan. Auch deshalb würden die meisten Unternehmen im Nachhinein feststellen, dass die Wiederherstellungszeit ihrer Systeme nach einem Ransomware-Angriff deutlich länger gewesen sei als erwartet.

Triple Extortion nimmt zu

Außerdem beobachtete Orange, dass im vergangenen Jahr die Dreifach-Erpressung bei einem Ransomware-Befall zugenommen hat. Die sogenannte Triple Extortion ist Teil der Strategie von Ransomware-Gruppen.

  • 1. Single Extortion: Cyberkriminelle verschlüsseln die Daten ihrer Opfer. Damit diese den Entschlüsselungscode dafür bekommen, müssen sie ein Lösegeld bezahlen.
  • 2. Double Extortion: Weigert sich das Opfer, das Lösegeld zu bezahlen, drohen die Akteure damit, die gestohlenen Daten im Darknet zu verkaufen. Dies ist ein weiteres Druckmittel, um an ein Lösegeld zu gelangen.
  • 3. Triple Extortion: Als nächstes Druckmittel, wenn sich das Opfer nach wie vor weigert zu zahlen, drohen die Cyberkriminellen damit seine Webseite mit DDoS-Angriffe zu fluten und lahmzulegen. Oft bleibt es nicht bei der Drohung, um das Opfer zum Bezahlen des Lösegeldes zu nötigen. Eine ebenfalls beliebte Drohung ist es, den Kunden, Lieferanten oder anderen Partner von dem Cybersicherheitsvorfall zu berichten, um der Reputation des Opfers zu schaden.

Orange zufolge setzen mittlerweile mehr als 80 Prozent der Ransomware-Akteure auf Double oder Triple Extortion. Gerade auf Verschlüsselungsangriffe sollten Unternehmen sich gut vorbereiten. Wichtig ist es unter anderem, sich vorab im Klaren zu sein, wer wofür zuständig ist, welche Systeme am kritischsten sind und deshalb als erstes wiederhergestellt werden sollten, und wie mit Kunden und Partnern kommuniziert wird. Solche Szenarien – unter Berücksichti­gung der verschiedenen Prioritäten unterschiedlicher Abteilungen – können im Cyber Experience Center mit den Experten von Orange durchgespielt werden, um sich für den Fall eines Cyberangriffs besser zu wappnen.

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